Trauer in Liechtenstein: LGT Group senkt Boni um 16 Prozent

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Der Konzerngewinn der Liechtensteiner Bank LGT ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35 Prozent auf 106 Mio. Franken eingebrochen, wie aus den heute vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht. Der Wealth- und Asset Management-Spezialist konnte indes das verwaltete Vermögen um 14 Prozent auf 89 Mrd. Franken steigern. Doch in Liechtenstein selbst musste die fürsteneigene Bank Nettoabflüsse von 3,7 Mrd. Franken verkraften.

Durch die Übernahme der Dresdner Bank Schweiz und eine internationale Expansionsstrategie wuchs die Beschäftigtenzahl um 6 Prozent oder um 115 Stellen auf 1985 Mitarbeiter.

Der Personalaufwand legte sogar um 13,8 Prozent auf 414 Mio. Franken. Somit zahlte die LGT für jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 208.000 Franken. Im vorangegangen Jahr waren es noch gut 194.000 Franken gewesen.

Doch bei den Bonuszahlungen mussten die Mitarbeiter scharfe Einschnitte verkraften. Der Bonuspool sank um 16,3 Prozent auf nur noch 103 Mio. Franken. Durch das gleichzeitige Wachstum der Mitarbeiterzahl fielen die durchschnittlichen Bonuszahlungen deutlich von rund 66.000 auf 52.000 Franken.

Ein wichtiger Grund für die steigenden Personalkosten und die sinkenden Gewinne gehen laut einem Unternehmenssprecher auf die Entwicklung langfristiger Vergütungsbestandteile zurück, die an die Entwicklung des Eigenkapitals, des sogenannten fürstlichen Portfolios, gebunden sind.

Durch die negative Entwicklung der Kapitalmärkte verzeichnete dieses Portfolio in 2008 Verluste, womit auch Rückstellungen für die langfristigen Vergütungsbestandteile aufgelöst wurden. Durch das positive Marktumfeld 2009 nahmen mithin auch das Portfolio und die damit verbundenen Vergütungsbestandteile signifikant zu.

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