Immer mehr Jobangebote online

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Wer seine neue Arbeitsstelle nicht im Internet sucht, verpasst etwas, Printanzeigen sind zunehmend passé.

In der Schweiz werden die meisten Stellenanzeigen im Internet geschaltet. Im Frühjahr 2007 hat diese Form der Personalsuche ein stärkeres Wachstum erlebt als gedruckte Stelleninserate und ein neues Rekordniveau erreicht. Diese Entwicklung belegt den Trend, dass das Internet auf dem Stellenmarkt den klassischen gedruckten Annoncen immer mehr den Rang abläuft. Schon seit Ende 2004 haben Stellenanzeigen im Web ein höheres Wachstum als vergleichbare Printanzeigen erlebt.

Von Januar bis April 2007 stieg der Jobpilot-Index, die etablierte Messgrösse für die Entwicklung des Schweizer Stellenangebots im Internet, von 134 auf 149 Punkte an und markierte einen neuen Rekord. Das Stellenangebot ist sowohl bei den Stellenbörsen-Websites als auch auf den firmeneigenen Homepages gestiegen und liegt inzwischen weit über dem Angebot bei der Lancierung des Index in der Boomphase Anfang 2001. Der Index wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich errechnet und von Monster.ch publiziert.

Personalvermittler werden eingeschaltet

Die vergleichsweise starke Zunahme der Stellenannoncen im Internet gegenüber Stellenanzeigen auf Firmenwebsites wurde damit erklärt, dass die Unternehmen nicht mehr genügend Bewerber finden und deshalb auf externe Personalvermittler zurückgreifen, die wiederum Inserate schalten. Aufgrund des anhaltenden wirtschaftlichen Booms ist der Schweizer Arbeitsmarkt in einigen Bereichen schon ausgetrocknet.

Aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen zeigte sich, dass bei den Jobs in der Finanzbranche oder mit Finanzbezug der Zug offenbar eher etwas langsamer fährt. Der Teilindex für Stellenanzeigen der Bereiche Unternehmensdienste/Consulting/Rechtsberufe war um 17 Punkte rückläufig. Berufe im Finanz- und Rechnungswesen verloren 11 Punkte und bei Management und Kaderpositionen ging der Teilindex um 6 Punkte zurück. Dagegen legten Verkehr, Lager und Sicherheit (+48 Punkte) sowie Marketing, Werbung und Medien (+33 Punkte) stark zu.

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