Finanzkrise: War's das jetzt?

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In den letzen Monaten blieb in der Finanzwelt kein Stein auf dem anderen. Die von der Subprime-Krise ausgehenden Verwerfungen haben die vergangenen guten Börsenjahre in Vergessenheit geraten lassen. Krisenstimmung regiert in der Finanzbranche.

Horrende Abschreibungen und jetzt auch massive Stellenstreichungen in der Schweiz zeigen, dass diese Krise eines wichtigen Wirtschaftssektors sehr wohl ein realwirtschaftliches Gesicht bekommen hat.

An der Börse aber regiert seit einiger Zeit wieder die Zuversicht. Im Dreimonatsvergleich zeigt der SMI nämlich schon wieder leicht nach oben. Zwar brauchen die Märkte noch hin und wieder eine Liquiditätsspritze der Zentralbanken, doch neue Bankenpleiten scheint es nicht mehr zu geben.

Zuversicht hat wenig Freunde

Allerdings hat die Zuversicht noch nicht viele Freunde. Auch Pierre Mirabaud, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, gehört nicht dazu. Im Interview mit der "Handelszeitung" (www.handelszeitung.ch) sagte er vergangene Woche, dass durchaus noch mit weiteren unschönen Überraschungen zu rechnen sei. Mirabaud zu Folge wird die Krise länger dauern als erwartet. Als nächste Opfer sieht er Fonds, die in Derivate und Hedge-Strategien investiert sind.

Auch Bankenprofessor Manuel Amman von der Universität St. Gallen ist noch kein Bulle für Aktien und Konjunktur. Zwar hätten die Märkte das Schlimmste gesehen, doch sei die Lage weiterhin schwierig.

Hört man die illustren Stimmen, könnten einen Zweifel beschleichen. Allerdings ist die Lage bekannterweise schon dabei sich zu bessern, wenn alle den Ernst derselben beschwören. Vor der Krise wollte sie keiner herbeireden, nun will sie offenbar keiner loslassen. Was glauben Sie? Ist die Finanzkrise vorbei oder muss man sich weiterhin warm anziehen?

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