Wer ist besser bei der Credit Suisse: Die Private oder die Investmentbanker?

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Die Credit Suisse zerfällt in zwei nahezu gleichgrosse Teile: 24.600 Mitarbeiter arbeiten im Private Banking, wozu bei dem Schweizer Branchenprimus auch das Retailbanking zählt. Auf der anderen Seite steht das Investmentbanking mit 20.000 Mitarbeitern.

Gemeinhin gilt das Investmentbanking als Königsdisziplin, wo die Kassen von Bank und Mitarbeitern besonders laut klingeln. Die gestern vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Quartal scheinen diese These zu stützen. So erwirtschafteten die Investmentbanker allein einen Vorsteuergewinn von 1,794 Mrd. Franken, wohingegen die Private Banker lediglich 892 Mrd. Franken zum Gewinn beisteuerten.

Dennoch konnten sich die Private Banker gar nicht so schlecht schlagen. Denn der Gewinneinbruch von 10 Prozent auf 892 Mio. Franken im Vergleich zum Vorjahresquartal fällt vergleichsweise moderat aus. Dagegen stürzte der Gewinn im Investmentbanking um 25,7 Prozent auf 1,794 Mrd. Franken ab.

Diese Entwicklung macht sich auch in den Portmonees der Mitarbeiter bemerkbar. So verbuchte die Credit Suisse im Private Banking Personalkosten von 1,183 Mrd. Franken, womit der Schweizer Branchenprimus für jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 48.000 Mrd. Franken im ersten Quartal aufwandte und damit geringfügig mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dagegen scheinen die Portmonees der Investmentbanker auf Diät gesetzt zu sein. Denn die Personalkosten fielen in dieser Sparte sogar um 20 Prozent auf 2,324 Mrd. Franken. Doch trotz des verhaltenen Geschäfts stellte die Credit Suisse in dieser Sparte rund 1200 Mitarbeiter neu ein, was einem Wachstum von rund 6 Prozent gleichkommt.

Mithin stürzte der Personalaufwand pro Kopf sogar um 25 Prozent auf 116.000 Franken ab. Dennoch gibt es einen kleinen Trost für die Investmentbanker. Trotz der Einbussen liegen ihre Bezüge noch immer mehr als doppelt so hoch wie im Private Banking.

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