Deutsche Bank zahlt Boni für 2010 teilweise in Form von Payback-Punkten

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Nach der anhaltenden Diskussion um die Berechtigung hoher Bonuszahlungen hat sich die Deutsche Bank dazu durchgerungen, ihre variablen Vergütungen für 2010 teilweise in Form von Payback-Punkten auszuzahlen. In England, wo der deutsche Branchenprimus viele Mitarbeiter beschäftigt, ist ein analoges vorgehen mit Nectar Points geplant.

Zumindest in London wird damit die aktuelle Bonussteuer umgangen. Denn auf der Insel muss für Bonuszahlungen über 25.000 Pfund eine Bonussteuer von 50 Prozent entrichtet werden. Da diese Steuer auf die Banken entfällt, wurde allein die Deutsche Bank für 2009 mit Kosten für die Bonussteuer in Höhe von 225 Mio. Euro belastet.

Durch die Massnahme könnte die Deutsche Bank auch einen Strich durch die Rechnung von Finanzminister Wolfgang Schäuble machen. Der Bundesfinanzminister will durch eine Abgabe auf risikoreiche Geschäfte der Banken einen Milliardenbetrag einnehmen. Je nach Ausgestaltung der neuen Steuer könnten auch Bonuszahlungen in die Steuerrechnung einfliessen. Dagegen können Payback-Punkte einfach als Aufwand verbucht werden und vermindern somit die Bemessungsgrundlage für die neue Steuer.

Von der Auszahlung der variablen Vergütungen in Payback-Punkten sind alle Mitarbeiter ab dem Level eines Vice President betroffen. Dabei wächst der Anteil der Payback-Punkte an den variablen Vergütungen je nach Verantwortung von 5 auf 30 Prozent an.

Falls Sie die Verlässlichkeit dieser Neuigkeit in Frage stellen, sollten Sie das aktuelle Datum beachten: Es ist der 1. April.

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