Zürich unter den europäischen Finanzplätzen vorn: Wo gibt's am meisten netto?

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An keinem anderen führenden Finanzplatz in Europa müssen Investmentbanker so wenig Steuern und Abgaben zahlen wie in Zürich, wie aus einer Analyse des internationalen Wirtschafts- und Steuerberatungsunternehmens KPMG hervorgeht.

Dazu wurden in der Studie Zürich, Genf, London, Frankfurt, Paris, New York, Dubai und Hongkong miteinander verglichen. Die Studie wurde von der englischen Financial Times in Auftrag zu geben, um die Auswirkungen der geplanten Steuererhöhung auf die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes London zu ermitteln. Denn in Grossbritannien wird der Spitzensteuersatz auf Einkommen von über 150.000 Pfund (240.000 Franken) von 40 auf 50 Prozent erhöht.

KPMG hat vier verschiedene Szenarien zugrunde gelegt:

1. Single mit Fixgehalt von 100.000 Pfund (160.000 Franken) und 150.000 Pfund Bonus (240.000 Franken)

2. Verheiratet, zwei Kinder mit einem Fixgehalt von 150.000 Pfund (240.000 Franken) und 350.000 Pfund Bonus (560.000 Franken)

3. Single mit einem Fixgehalt von 250.000 Pfund (400.000 Franken) und einem Bonus von 750.000 Pfund (1.200.000 Franken)

4. Verheiratet, zwei Kinder mit einem Fixgehalt von 250.000 Pfund (400.000 Franken) und einem Bonus von 750.000 Pfund (1.200.000 Franken)

Das Ergebnis ist für die britische Hauptstadt verheerend. Demnach zahlen Investmentbanker in den Szenarien zwei bis drei in Grossbritannien nach der Steuererhöhung die höchsten Abgaben. Lediglich im ersten Fall müssen Banker in Frankfurt noch mehr auf den Tisch blättern.

Auch die deutsche Finanzmetropole ist kein guter Platz für Investmentbanker. Denn neben dem ersten Platz im Fall 1 landet Mainhattan in den übrigen drei Szenarien durchweg auf dem zweiten Platz.

Zürich schlägt Genf um Längen

Dagegen dürfen die Investmentbanker in Zürich strahlen. Die Schweizer Finanzmetropole landet unter den europäischen Standorten durchweg auf dem letzten Platz. Nur in Dubai und Hongkong ist die Abgabenquote noch niedriger.

Pikanterweise schneidet Zürich auch durchweg signifikant besser ab als Genf. Der eidgenössische Konkurrent schliesst in drei von vier Fällen als Finanzplatz mit der dritthöchsten Abgabenquote ab. Die Drohung der Londoner Banker mit einem Exodus an den Genfer See scheint somit fehlzugehen. Wer als Investmentbanker wenig Steuern zahlen möchte, sollte an die Limmat ziehen - wobei die Steueroasen rund um den Zürcher See nicht einmal berücksichtigt sind.

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