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600 bis 800 UBS-Mitarbeiter verlieren bis Jahresende ihren Job

600 bis 800 UBS-Mitarbeiter in der Schweiz werden im Laufe des Jahres ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Stellenstreichungen treffen alle Bereiche, sagte eine Sprecherin der Grossbank zu eFinancialCareers. Auf dem Heimatmarkt beschäftigt der Konzern rund ein Drittel der knapp 78.000 Mitarbeitenden.

Zuvor hatte das Züricher Institut wie erwartet einen Jahresverlust von fast 20 Mrd. Franken bekanntgegeben und die Öffentlichkeit über die weiteren Pläne zum Stellenabbau informiert.

Damit die Problemsparte Investmentbanking bereits dieses Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben wird, müssen erneut vor allem die Mitarbeiter bluten.

Ihre Zahl soll bis Ende 2009 auf 15.000 reduziert werden. Bislang wollte die UBS diesen Bereich lediglich auf 17.000 Mitarbeiter zurückfahren.

Da das Investmentbanking Ende 2008 noch exakt 17.171 Beschäftigte zählte, werden nach Adam Riese also noch einmal mehr als 2.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Dabei hat die Bank das Investmentbanking bereits gehörig geschrumpft.

Im dritten Quartal 2007 – also jenem Zeitraum als die US-Subprime-Krise ausbrach – arbeiteten weltweit noch 22.666 Mitarbeiter in diesem Bereich. In den darauffolgenden 15 Monaten wurden 5.495 Stellen gestrichen. Und zwar vorrangig in den globalen Handelszentren in New York, London und Asien.

Inzwischen hat sich die UBS aus den Bereichen Institutional Municipal Securities, Rohstoffe (Ausnahme Edelmetalle, ETD und Indizes), Immobilien & Verbriefung sowie aus dem Geschäft mit aussergewöhnlichen strukturierten Produkten verabschiedet.

Allein im vierten Quartal 2008 strich die UBS 1.730 Stellen im Investmentbanking. Im globalen Assetmanagement wurden 50 Arbeitsplätze abgebaut, im Business Banking Schweiz sogar 288.

Gegenläufig ist die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in der Vermögensberatung. Während die UBS in den USA im vierten Quartal 274 Stellen geschaffen hat, ist die Zahl der Finanzberater im Rest der Welt “durch Fluktuation” – parallel zu den rückläufigen verwalteten Vermögen – um 182 geschrumpft.

Trotz des angekündigten Stellenabbaus hat die UBS für die Schweiz keinen Einstellungsstopp verhängt. “Essentielle” Stellen würden weiter besetzt, sagte die Sprecherin. Gegenwärtig finden sich auf der Webseite des Unternehmens mehr als 90 Vakanzen.

Die betroffenen Mitarbeiter werden nach einem mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern ausgearbeiteten Sozialplan entlassen. Der sieht relativ lange Kündigungsfristen von zwei bis acht Monaten und die Zahlung einer Abfindung vor.

Das kann den Verlust des Arbeitsplatzes zwar nicht ersetzen, aber im Vergleich zu Arbeitnehmern, die in anderen Branchen derzeit vor die Tür gesetzt werden, werden UBS-Mitarbeiter zu für die Bank sehr kostspieligen Konditionen entlassen.

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