Credit Suisse und Deutsche Bank schonen Mitarbeiter, UBS rasiert Belegschaft

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Seit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 haben Finanzdienstleister weltweit angekündigt, 383.661 Arbeitsplätze zu streichen.

Interessant ist auch die gegenläufige Entwicklung bei den beiden Schweizer Grossbanken. Bezogen auf den Personalbestand fallen bei keinem anderen Institut so viele Jobs dem Rotstift zum Opfer wie bei der UBS. Das Züricher Institut hat bis heute angekündigt, 19.700 Stellen zu streichen. Und dies bei einem Bestand von 81.500 Arbeitsplätzen im August 2007.

Die Mitarbeiter des Erzkonkurrenten Credit Suisse haben dagegen unterm Strich von der Krise profitiert. Ende März 2009 beschäftigte die Bank 46.700 Vollzeitmitarbeiter - vor Ausbruch der Krise 2007 waren es 45.600. Obwohl das Institut zwischenzeitlich den Abbau von 7.320 Stellen angekündigt hat, hat Credit Suisse damit unterm Strich weltweit zahlreiche Stellen geschaffen.

Wie aus der Übersicht von Reuters weiter zu sehen ist, gehört die vom Schweizer Josef Ackermann geführte Deutsche Bank neben der Credit Suisse zu den wenigen Instituten, die trotz angekündigter Stellenstreichungen von vergleichsweise bescheidenen 1.380 Positionen - auch ohne grosse Übernahmen - weltweit unterm Strich Stellen geschaffen haben.

In absoluten Zahlen nehmen die drei US-Grossbanken Citigroup, Bank of America und JP Morgan mit Werten zwischen 75.000 und 23.000 Stellen den traurigen Spitzenplatz ein.

Andere Häuser wie die krisengeschüttelte britische Royal Bank of Scotland (RBS) haben zwar ebenfalls den Personalbestand dramatisch erweitert; diese Zahlen sind aber verzerrt, weil sich die RBS im Zuge der Zerschlagung der niederländischen ABN Amro Gruppe diverse Geschäftsbereiche einverleibt hat. Tatsächlich zählt das inzwischen von der britischen Regierung kontrollierte Unternehmen mit einem angekündigten Stellenabbau von 15.000 Jobs zu den grössten Vernichtern in der Bankenbranche.

Angekündigte Stellenstreichungen seit 2007 (aktueller Personalbestand)

- Citigroup: 75.000 (309.000)

- Bank of America: 45.500 (285.000, nach Übernahme von Merrill Lynch)

- JP Morgan: 23.700 (220.000)

- UBS: 19.700 (76.200)

- HSBC: 16.350 (312.000)

- Royal Bank of Scotland: 15.250 (174.000)

- Lehman Brothers: 12.570 (Insolvent)

- Barclays: 9.050 (156.000)

- Morgan Stanley: 8.680 (44.000)

- Credit Suisse: 7.320 (46.700)

- Goldman Sachs: 4.800 (28.000)

- Santander: 2.600 (181.000)

- Deutsche Bank: 1.380 (80.000)

Quelle: Reuters

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