Bei der Bezahlung geht's wieder aufwärts: Allerdings gibt es grosse Unterschiede

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Um 1 bis 3 Prozent haben die Vergütungen der Banken in Deutschland, der Schweiz und Österreich in 2010 angezogen. Dabei gibt es jedoch immense Unterschiede, wie sich aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson unter den Personalabteilungen von 40 Banken ergibt. Demnach verzeichnen einige Banker ein Plus von mehr als 25 Prozent, während andere ein Minus von ebenfalls mehr als 25 Prozent verkraften müssen.

"Die heterogene Geschäftsentwicklung schlägt sich in äusserst heterogenen Bonuszahlungen nieder", erläutert Werner Klein von Towers Watson. Laut der Umfrage profitierten besonders die Beschäftigten im Asset Management von kräftigen Bonussteigerungen, was sich aus der breiten Markterholung in 2009 ergebe.

Bei der Umsetzung der neuen Bonusregelungen hinken viele Banken hinterher

Die Aufsichtsbehörde BaFin und der Gesetzgeber verlangen von den Banken, ihre Vergütungssysteme an den Kriterien der Risikominimierung und Nachhaltigkeit zu orientieren. Doch die Umsetzung geht laut der Umfrage nur schleppend voran. Erst etwa 40 Prozent der Banken hätten bereits die neuen Regelungen eingeführt und weitere 40 Prozent seien derzeit mit der Umsetzung beschäftigt. Doch immerhin rund 20 Prozent hätte noch nicht einmal mit der Implementierung begonnen.

"Mit Blick auf die BaFin-Anforderungen, die neuen Vorschriften bereits bis Ende 2009 umzusetzen, überrascht der tatsächliche Stand der bisherigen Arbeiten", sagt Klein.

Ein grosses Manko bestehe insbesondere bei den Vergütungssystemen in Risikomanagement und Compliance. Nur 19 Prozent der befragten Banken planen hier spezifische Regelungen einzuführen. "Gerade bei risiko-kontrollierenden Jobfunktionen sind weitere Veränderungen zu erwarten, da dieses Thema weiter im besonderen Fokus von Bankenaufsicht und Compliance-Regelungen steht", ergänzt Klein.

Arbeitsmarkt hellt sich wieder auf

Immer mehr Finanzdienstleister wollen indes neues Personal einstellen. Die Zahl der Banken, die Neueinstellungen ablehnen, ist von 32 Prozent in 2008, über 25 Prozent in 2009 auf aktuell nur noch 11 Prozent gesunken. Allerdings bleibe die Unsicherheit bei den Instituten über die künftige Geschäftsentwicklung gross. Über die Hälfte der Befragten gab an, keine konkrete Zukunftsprognose abgeben zu wollen.

Quelle: Towers Watson

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