Privatbankiers brechen Lanze für Hedge Fonds

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Die Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers verlangt bessere Rahmenbedingungen für Hedgefonds und Private Equity in der Schweiz.

Vor allem soll es fiskalische Anreize geben, dass sich die Verwalter dieser Vehikel in der Schweiz ansiedeln. Denn während sie derzeit in London, New York oder Frankfurt und Paris nur 10 bis 15 % Steuern zahlen, sind es in der Schweiz 50 %. Das sagte Jacques Rossier, Teilhaber der Genfer Privatholding von Lombard Odier Darier Hentsch & Cie. bei der Jahresmedienkonferenz des Verbandes.

Rossier strich heraus, dass immer mehr Kundengelder sich den alternativen Anlagen zuwendeten. Doch in der Schweiz habe man bisher nicht die Rahmenbedingungen geschaffen, um Spezialisten aus diesen Bereichen anzulocken.

Unbestritten seien die neuen Investmentvehikel angelsächsische Spezialitäten, mit einer zunehmend auch fernöstlichen Komponente. Deshalb solle nicht nur die Forschung und Ausbildung auf diesen Gebieten, etwa durch das Swiss Finance Institute, verbessert werden. Da man eher Amerikaner, Inder und Chinesen anwerben solle, müsste auch die strikte Immigrationspolitik ausserhalb der EU flexibler gestaltet werden.

In der Schweiz ist man demnach heute leider sehr weit davon entfernt, diesen aufstrebenden Sektor der alternativen Vermögensverwaltung für sich reklamieren zu können. Derzeit gibt es Rossiers Redetext zufolge weltweit ungefähr 9.500 Hedgefonds. Doch in der Schweiz sind nur 4 Stück angesiedelt.

Von den rund 1.500 Milliarden US-Dollar, die auf der ganzen Welt in diese Anlageklasse investiert sind, werden nur 10 Milliarden von Schweizer Boden aus verwaltet. Angesichts eines Marktanteils der Schweiz in der internationalen Vermögensverwaltung von 30 % werde das Missverhältnis besonders deutlich.

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