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Jungbanker müssen sich wegen Finanzkrise mit 4,5 Prozent weniger zufrieden geben

Die Einstiegsgehälter bei Schweizer Nachwuchsbankern sind zwar zuletzt leicht gesunken, im Europa-Vergleich ist die Alpenrepublik aber weiter einsame Spitze. Das hat eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft Towers Perrin in sechs Ländern ergeben.

Wer in der Schwseiz mit einem Hochschulabschluss in der Tasche bei einem Finanzdienstleister anheuert, kassierte im April 2009 zwar 4,5 Prozent weniger als noch ein halbes Jahr zuvor. Doch ein Anfangssalär von 68.000 Euro ist immer noch mehr als üppig.

Vor allem, wenn man diesen Wert mit anderen Ländern vergleicht. Hochschulabsolventen verdienten zu Beginn des zweiten Quartals bei deutschen Banken im Durchschnitt 56.500 (minus 5,8 Prozent), Kommilitonen in Grossbritannien 50.700 Euro (minus 11,1 Prozent), in Frankreich 48.700 Euro (minus 2,0 Prozent) und in Italien 43.100 Euro (minus 1,8 Prozent).

Ungeachtet dieser Entwicklungen sei das klassische Gefüge der europäischen Vergütungslandschaft nicht ins Wanken, stellte die Beratungsgesellschaft Towers Perrin fest, die die Daten erhoben hat.

Noch immer beziehen Berufseinsteiger in der Schweiz mit durchschnittlich rund 65.300 Euro die höchste Gesamtvergütung, gefolgt von Deutschland (54.800 Euro), Frankreich (46.900 Euro), Österreich (46.000 Euro) und Großbritannien (39.600 Euro). Das Schlusslicht bildet Italien mit rund 33.500 Euro.

Die Diskussion um variable Vergütungen schlägt sich auch in der Studie nieder. In den meisten europäischen Ländern stagnieren die Bonusanteile in Prozent der Grundvergütung oder sinken, nur in Ausnahmefällen steigen sie geringfügig.

Nach wie vor agieren Finanzdienstleister mit den höchsten variablen Vergütungsbestandteilen, wobei der Umfang landesspezifisch stark schwankt: von Österreich mit 8% bis Italien mit 14%. In anderen Branchen liegen die Bonusanteile zum Teil deutlich darunter.

Trotz des jüngsten Gehaltsrückgangs verdienen Hochschulabsolventen in der Schweiz in der Finanzbranche weiter das meiste Geld. Allerdings ist die Chemie- und Pharma-Branche Banken, Vermögensverwalter und Versicherungen mit einem Jahreseinkommen von 67.000 Euro bedrohlich nahe gekommen. High-Tech- und Telekomgesellschaften lassen sich mit 62.900 Euro auch nicht gerade lumpen. Im Landesdurchschnitt verdienen Jungakademiker per annum übrigens 65.300 Euro.

Kommentare (1)

Comments
  1. Entschuldigung wenn ich jetzt mal ganz gross lachen muss, aber 68k Euro (=ca. 104k CHF) Einstiegsgehalt in der Schweiz im Durchschnitt?! Das ist ja wohl mehr als utopisch. Genauso in DE. Die Studie hat aus meiner Sicht keine “wahre” Datengrundlage. Eher ist mit einem Durchschnittslohn von ca. 85k CHF zu rechnen.

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