Gehaltstabelle: Was die Big 4 im Advisory-Geschäft bezahlen

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Gehaltstabelle: Was die Big 4 im Advisory-Geschäft bezahlen

PwC, EY, KPMG und Deloitte bauen seit Jahren ihr Beratungsgeschäft aus – im Branchenjargon Advisory genannt. Doch was lässt sich dort verdienen? Wir haben bei deutsche Headhunter nach ihren Erfahrungen gefragt.

Daniel Nerlich, Managing Partner bei Odgers Berndtson Germany in Frankfurt, begleitet tagtäglich Besetzungen von Führungspositionen bei den Big 4. Seiner Einschätzung nach sind die Gehaltsaussichten nach wie vor sehr gut. „Die Advisories der Big 4 wurden zuletzt sehr stark ausgebaut und erweitert. Vor allem in den strategischen Bereichen hat man viel Geld auf den Tisch gelegt, darunter auch Investitionskapital aus den USA“, so Nerlich. Immer wieder komme es vor, dass Partner wechseln und dann ihr gesamtes Team mitnehmen. „Hier profitiert dann nicht nur der Partner selbst, sondern jeder einzelne Mitarbeiter.“ Gängige Praxis sei es beispielsweise, dass die Teammitglieder im Zuge eines Wechsels in die nächste Karrierestufe aufsteigen und damit 20 bis 30 Prozent mehr verdienen.

Bewerber, die ein Angebot eines Big 4-Unternehmens bekommen, sollten die Unterschiede innerhalb des Advisory-Geschäfts im Hinterkopf behalten. „Generell gilt, dass in der Strategieberatung am besten bezahlt wird. Bei EY-Parthenon werden Sie beispielsweisemehr verdienen als im Bereich Transaction Advisory Services, bei Strategy& mehr als in der Beratung von PwC.“

Nerlich erlebt jedoch nicht nur Wechsel innerhalb der Big 4 – neue „hires“ kommen auch aus kleineren Häusern. „In Boutiquen wird teilweise besser bezahlt. Wer von dort zu den Big 4 wechselt, tut das häufig nicht wegen des Gehalts, sondern aus inhaltlichen Gründen oder einer besseren Karriereperspektive – dafür wird auch ein Gehaltsschritt zur Seite in Kauf genommen.“

Wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte sich auf ein anspruchsvolles Assessment einstellen. „Ab dem Managerlevel hat das Benchmarking deutlich zugenommen“, beobachtet Marcus Michel, Headhunter bei contagi PERSONAL in Frankfurt. Michel vermittelt seit mehr als 20 Jahren Spitzenkräfte in die Finanzbranche. Er berichtet davon, dass Bewerber bei den Big 4 anhand eines Business Cases nicht nur Skills und Ideen unter Beweis stellen müssen. „Sie müssen handfest belegen, was Sie an Business generieren oder mitbringen könnten.“ Michel weiter: „Ein Netzwerk zu haben ist schön und gut – aber wie belastbar ist es?“

Für Einsteiger durchaus interessant: Bei den Big 4 ist es bis für Mitarbeiter (im Audit/Assurance) bis zum Senior Consultant-Level üblich, dass Überstunden vergütet werden. „Für junge Mitarbeiter ist das neben Grundgehalt und Bonus de facto ein dritter Gehaltsbestandteil“, so Michel.

Photo by Jan Kaluza on Unsplash

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