Wie es den Absolventen der WHU in Vallendar ergeht

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Die Auswahl des Studienfachs und der Hochschule stellen die ersten und wohl wichtigsten Weichen für die spätere Karriere dar. Zu den Kaderschmieden für Banking und Consulting zählt zweifelsohne die WHU in Vallendar bei Koblenz. Im Unterschied zu den meisten staatlichen Universitäten ermittelt die private Hochschule vom Mittelrhein ganz genau, wo ihre Absolventen unterkommen. Demnach fallen die Chancen je nach Studiengang recht unterschiedlich aus. Konkret:

Bachelor of Business Administration

Obgleich Informatik und Naturwissenschaften in Banking und Finance ständig an Bedeutung gewinnen, wählen die meisten angehenden Banker nach der Schule zunächst ein Bachelor-Studium der BWL. Doch während in Grossbritannien oft der kleine akademische Abschluss und ein, zwei Praktika für den Einstieg ins Investment Banking genügen, gehen die Studenten in Deutschland noch meist einen anderen Weg.

So gönnen sich allein 60 Prozent der Bachelor-Absolventen der WHU zunächst eine Auszeit, was Neudeutsch als „Gap Year“ bezeichnet wird. „Die meisten Absolventen nutzen das für eine Mischung aus längeren und kürzeren Praktika und Reisen,“ heisst es vom Karrierecenter der WHU. Vor allem den recht jungen Absolventen, die noch keine klaren Karrierepräferenzen hätten, rät die WHU zu einer solchen Auszeit. Weitere 20 Prozent der Absolventen nehmen unmittelbar eine weiterführende Ausbildung wie etwa ein Masterstudium auf. Dagegen entscheidet sich nur jeder Fünfte für einen direkten Berufseinstieg. Aus diesem Grund verzichtet die WHU auch darauf, die Einstiegsgehälter der Bachelor-Absolventen zu ermitteln.

Master in Finance

Unterdessen scheint sich der Master in Finance immer mehr zu einer Standardqualifikation für angehende Investmentbanker zu entwickeln. Fast drei Viertel der Absolventen dieses Studiengangs der WHU gehen in Banking & Finance. Jeweils jeder zehnte beginnt bei einem Start-Up bzw. Online-Unternehmen oder bei Industrie und Dienstleistungen.

Master in Management

Etwas durchmischter geht es bei den Absolventen des Masters in Management zu. Während 36 Prozent davon im Consulting und 24 Prozent bei Industrie und Dienstleistungen anfangen, zieht es lediglich 16 Prozent zu Banking & Finance.

Leider ermittelt die WHU die Einstiegsgehälter nicht gesondert für die Absolventen des Masters in Finance und des Masters in Management. Durchschnittlich kassieren die Absolventen beider Studiengänge in ihrem ersten Jahr indes 60.000 Euro, wobei der Median mit etwa 62.500 Euro etwas höher ausfällt. 56 Prozent verdienen zwischen 50.000 und 70.000 Euro.

MBA

In den USA war es in der Vergangenheit üblich, dass ambitionierte Banker erst einen Bachelor absolvierten, dann einige Jahre im Investment Banking arbeiteten und anschliessend für einen MBA ausstiegen. Nach dem Abschluss kehrten sie auf Associate-Level ins Investment Banking zurück.

In Deutschland scheint dieser Weg eher unüblich zu sein. Während von den MBA-Absolventen zumindest 19 Prozent ins Consulting streben, enden lediglich 16 Prozent in Banking & Finance. Jeder Dritte fängt dagegen bei einem Industrieunternehmen an.

Derweil hinkt die WHU bei den Vergütungsperspektiven ihrer MBA-Absolventen deutlich hinter den erstklassigen Business Schools aus den USA oder Europa hinterher. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Masters of Business Administration der WHU belief sich auf keine 75.000 Euro, wobei der Median sogar nur 66.000 Euro erreichte. Der Vorsprung zu einem Master in Finance oder Management fällt also eher bescheiden aus.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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