Zehn junge Investmentbanker aus Deutschland und Österreich, die es an die Wall Street geschafft haben

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Wall Street

An der Wall Street arbeiten auch junge Deutsche und Österreicher.

Erste Anlaufstelle für eine internationale Karriere im Investment Banking stellt für europäische Nachwuchsbanker regelmässig London dar. Denn noch immer werden viele Geschäfte mit Kontinentaleuropa von London aus betrieben, weshalb es dort einen regen Bedarf an Leuten mit einschlägigen Sprachkenntnissen gibt und noch benötigen EU-Bürger hier keine Arbeitserlaubnis.

Jenseits des Atlantiks sieht das ganz anders aus. Das Geschäft mit Europa und den deutschsprachigen Ländern ist weit entfernt und überdies benötigen Deutsche, Österreicher und andere Europäer eine Arbeitserlaubnis. Beides erschwert es ungemein, eine Stelle an der Wall Street zu finden. Dennoch haben es einige geschafft. Wir stellen zehn Beispiele vor und versuchen aus ihren Lebensläufen herauszulesen, worin das Erfolgsrezept besteht.

Maximilian Bach, Associate bei der Credit Suisse

Nach einem Studium in Würzburg hat Bach seine Berufslaufbahn beim Consulting-Unternehmen IMIG in Leonberg begonnen und für das Unternehmen mehr als drei Jahre in Shanghai verbracht. Weitere gut zwei Jahre arbeitete er in der chinesischen Metropole für Kienbaum Management Consultants. Anschliessend ging er in die Vereinigten Staaten, um an der angesehenen Yale University seinen MBA zu erwerben. Nach einem Praktikum als „Summer Associate“ bei der Credit Suisse in New York hat er dort 2016 als Associate begonnen.

Patrick Bernas, Associate bei JP Morgan

Bereits 2012 hat Bernas seinen Bachelor an der Wirtschaftsuni Wien gemacht. Praktika führten ihn ins Corporate Banking der Raiffeisen Zentralbank, zu Johnson & Johnson, der Wiener Börse, ins Asset Management Institutional Sales der Deutschen Bank und ins Wealth Management der UBS – alle in Wien. Zwei weitere Praktika folgten bei HSBC Trinkaus in Düsseldorf und J.P. Morgen in London, wo er 2013 als Analyst anfing. 2017 wechselte er dann intern von der City an die Wall Street.

Sophie von Bomhard, Analystin bei Rothschild in New York

Von Bomhard bringt einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften, Politik und Geographie des University College London mit. Ihre Praktika: Hubert Burda in München, Allianz Real Estate in München, Jebsen Group in Hongkong, beim Versicherungsunternehmen Mapfre in São Paulo und dem Private Equity Unternehmen Apollo in New York. Seit 2016 ist von Bomhard Analystin bei Rothschild in New York.

Fabian Bott, Analyst bei Citi

Bott hart erst einen Bachelor in Banking und Finance der Frankfurt School erworben und anschliessend einen Master in Finance des renommierten Massachusetts Institute of Technology in Boston. Dieser Abschluss hat ihm den Einstieg bei Citi in New York ermöglicht. Dagegen fanden seine Praktika durchweg in Europa statt: Risk Management bei Nagler & Company, Financial Business Consulting bei PwC, Transaction Services bei PwC und M&A bei Rothschild - sämtlich in Frankfurt. Anschliessend absolvierte er zwei Praktika in London – im Investment Research von Bloomberg und im Investment Banking von JP Morgan.

Alexander Lotz, Associate bei Lazard

Lotz hat BWL an der Uni Witten/Herdecke auf Bachelor studiert und Praktika im Consulting bei der Droege Group in Köln und Singapur sowie in M&A von Lazard verbracht. Dort begann er 2014 in M&A General Industries. Im Juni wechselte er innerhalb von Lazard und - mittlerweile im Range eines Associates nach New York.

Lukas Neske, Analyst bei Goldman Sachs

Neske hat an der Duke University in den Vereinigten Staaten einen Bachelor in Volkswirtschaftslehre und Finance erworben. Seine Praktika: Im Bereich Unternehmensentwicklung des Voith-Konzerns in Heidenheim, beim Bundeswirtschaftsministerium, bei Allianz Global Investors in München und bei Goldman Sachs in New York. Seit einem Jahr ist er dort Analyst.

Maximilian J. Schäfer, PJ Salomon

Schäfer bringt einen Bachelor in International Business Administration der RSM Erasmus University in Rotterdam, einen Master in Finance der ESADE Business School in Barcelona sowie einen CMS Master in International Management mit. Bei Letzterem handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der ESADE mit der Tsinghua University. Praktika absolvierte er im Consulting beim TMC in Düsseldorf, Finanzmodellierung bei der Landsbankinn in Reykjavik und im Asset Pricing bei Allianz Global Investors in München. Seine Karriere begann er bei der französischen Investment Bank Natixis, die ihn nach Mailand und Paris führte. Im Juli wechselte Schäfer schliesslich zur Investment Banking Boutique PJ Solomon in New York.

Nicolas Schoemer, Associate bei Goldman Sachs

Schoemer besitzt einen Bachelor in Ingenieurswissenschaften der Uni Karlsruhe und einen Master in Finance der University St. Andrews in Schottland. Er verbrachte Praktika in Corporate Finance von Deloitte in München und im Investment Banking von Nomura in London. 2016 begann er zunächst als Analyst in der Investment Banking Division in London, von wo er im laufenden Monat als Associate nach New York wechselte.

Thorben Wedderien, Analyst bei der Deutschen Bank

Erst hat Wedderien einen BWL-Bachelor and der Uni Lüneburg und dann einen Master in Global Finance an der Fordham University in New York erworben. Praktika führten den gelernten Bankkaufmann ins Corporate and Investment Banking der NordLB in Hannover und New York sowie ins Structured Finance Advisory von EY in New York. Im Januar hat er als Analyst bei der Deutschen Bank an der Wall Street angefangen.

Daniel Zawadzki, Analyst bei Goldman Sachs

Zawadzki hat am Davidson College in den USA Wirtschafts- und Politikwissenschaften auf Bachelor studiert. Seine Praktika: Corporate Finance bei Bergfürst, Business Development bei CoSoRe Solutions und in Financial Advisory von EY sämtlich in Berlin. Nach einem Sommerpraktikum bei der Private Equity-Gesellschaft Blackstone hat er im Juli im TMT Team von Goldman Sachs in New York als Analyst angefangen.

Fazit:

Die Wege an die Wall Street verlaufen offenbar anders als in die Londoner City. Während für einen Start in der britischen Hauptstadt oft schon ein Abschluss in Deutschland, ein Auslandssemester und das ein oder andere Praktikum an der Themse ausreichen, fällt der Weg nach New York anspruchsvoller aus.

Der Königsweg führt offenbar über einen Studienabschluss an einer möglichst renommierten Uni in den Vereinigten Staaten. Alternativ hilft ein Abschluss von anderen international renommierten Unis wie dem University College London oder aus St. Andrews weiter. Mit Abschlüssen von deutschen oder österreichischen Hochschulen allein kann man in New York kaum punkten.

Obgleich es immer noch möglich ist, nach längeren Stationen z.B. in London intern an die Wall Street zu wechseln, kann Nachwuchsbankern mit dem Wunschziel Wall Street nur zu einem Studium in den USA geraten werden. Nicht zuletzt erleichtert ein Studium jenseits des Atlantiks über ein Praktikum einen ersten Fuss ins amerikanische Investment Banking zu bekommen.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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