INTERVIEW: Was @GSElevator über die heutige Wall Street und seine Kritiker denkt

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John LeFevre ist Autor und Besitzer des berühmt berüchtigten Twitterfeeds  @GSElevator. Wir haben mit ihm über seinen Twitterfeed, die Wall Street und seine Zukunftspläne gesprochen.

Ihr Twitterfeed @GSElevator ist nahezu tot. Woran liegt das?

Ich habe immer gesagt, ich würde ihn so lange am Leben halten, wie es mir Spass macht und ich etwas zu sagen habe. Im Grunde bin ich des Feeds überdrüssig geworden und ich denke, dass er seine Bedeutung teilweise verloren hat.

Weiter bin ich der Meinung, dass ich bei meiner Satire der Kultur der Wall Street – Elitegehabe, Klassendünkel, Rassismus, Sexismus, Frauenfeindlichkeit usf. – an eine Grenze gelangt bin. Die Leute denken nur noch: „OK. Es ist ja ganz lustig, aber wir haben’s verstanden“, was ich nachvollziehen kann.

Allerdings lässt sich mit mehr als einer Million Followern auch ausserhalb des engen Rahmens von @GSElevator schon etwas anfangen und ich beschäftige mich mit einigen Projekten, die für diese Zielgruppe interessant sein könnten.

Sie haben erwähnt, dass Sie etwas frustriert darüber sind, wie Ihr Buch aufgenommen wurde. Was stört Sie daran?

Der Zweck des Buches bestand darin, Fehlverhalten und Korruption auf glaubwürdige, unterhaltsame und aufschlussreiche Weise darzustellen. Immer von einer einzigartigen, allwissenden Perspektive. Ich habe Deals rund um die Welt abgeschlossen, mit allen grossen Banken zusammengearbeitet, ich sass auf der „Chinese Wall“ und ich habe die Investment Banking Division mit Sales & Trading zusammengebracht.

Stattdessen wurde es im Rahmen meines Twitter-Accounts gelesen und als ob ich je bei Goldman Sachs gearbeitet hätte, was einfach absurd ist. Falls jemand wirklich geglaubt hat, bei @GSElevator gehe es wirklich um Dinge, die ich in Aufzügen von Goldman Sachs gehört habe, dann ist er ein Idiot. Meiner Meinung nach war dies ein organisierter Versuch, mich mit Schmutz zu bewerfen und meine Glaubwürdigkeit zu untergraben, wie einige unehrliche Presseberichte belegen.

Dennoch beschwere ich mich nicht. Das Buch hat es bis auf Platz 7 der Bestsellerliste der New York Times geschafft und wurde insgesamt gut aufgenommen.

Bedauern Sie irgendetwas aus dem Buch, Ihre Tweeds auf @GSElevator oder wie Sie aufgeflogen sind?

Ich wünsche, ich hätte einige Ratschläge der Agenturen und PR-Leute nicht beachtet und ich hätte mich energischer gegen die Verleumdungen in den Medien gewehrt. Das gilt besonders für eine Besprechung in der New York Times, die jemand verfasst hat, der in einem nicht deutlich gemachten Verhältnis zu jemanden steht, den ich prominent (und negativ) in meinem Buch behandelt habe. Noch heute zitieren Leute diese Besprechung, wenn sie mich in Verruf bringen wollen – das ist völlig unehrlich und ungerecht.

Wie hat sich das alles auf ihre persönlichen Verhältnisse zu den Leuten in der Branche ausgewirkt?

Das was immer nur ein Witz. Es handelt sich einfach um die Geschichten, die wir uns bei ein paar Drinks in einer Bar erzählt haben. Die meisten meiner Freunde und ehemaligen Kollegen lieben das Buch. Allerdings war ich sehr vorsichtig, ihre Identität preiszugeben. Daher habe ich die Anekdoten anderen Leuten zugeschrieben, Charaktere neu zusammengefügt und einige Details verändert. Daher gibt es keine Anfeindungen.

Die Banken strengen sich sehr an, dass die Wall Street nicht länger als „Boy’s club“ wahrgenommen wird. Wie weit spiegelt dies die neuen Realitäten an der Wall Street nach der Finanzkrise wider? Hat sich die Kultur seit den Tagen verändert, von denen Ihr Buch handelt?

Das hat sich nicht wirklich viel getan. Die schillerndsten Persönlichkeiten sind auf die Buy-Side gewechselt. Die Nerds haben das Ruder übernommen. Handelssäle haben heute mehr mit Bibliotheken gemein. Mich würde es nicht wundern, wenn die Banken Räume mit Malbüchern für Erwachsene einrichten, damit die Leute ihren Stress abreagieren können.

Ich habe bei Salomon Brothers bzw. Citi im Jahr 2001 angefangen. Von meinen ehemaligen Kollegen gibt es dort nicht mehr viele. Doch die Leute, mit denen ich immer noch Kontakt habe, sind nicht glücklich. Sie sind dort nur wegen des Geldes oder weil sie glauben, keine Alternativen zu haben.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Was werden wir von John LeFevre oder @GSElevator hören?

Nachdem ich das Buch geschrieben habe, brauchte ich einige Jahre für meine Familie. Daher ist es um mich ruhig geworden. Allerdings soll aus dem Buch ein Film bei Paramount und mit Zac Efron werden, wobei ich involviert bin. Das sieht vielversprechend aus und kann rasch umgesetzt werden. Ich arbeite auch mit einem Produzenten aus Los Angeles an einem Pilotfilm für eine TV-Serie über Finance. Darüber darf ich aber nicht zu viel erzählen.

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