Bei der Commerzbank steigen die Vergütungen, allerdings nur im Vorstand

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Martin Zielke

Commerzbank-Chef Martin Zielke verdiente 2017 gut 2 Mio. Euro. (Foto: Commerzbank AG)

Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank vor Steuern lediglich 495 Mio. Euro verdient, der niedrigste Wert seit 2013. Dennoch zeigen die Gehälter im Vorstand nach oben. So erhielt Konzernchef Marin Zielke für 2017 insgesamt 2,035 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 1,6 Mio. gewesen, wie aus dem jetzt vorgelegten Jahresabschluss hervorgeht. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass Zielke erst im Mai 2016 den Vorstandsvorsitz übernommen hat.

Von den Vorstandsmitgliedern, die bereits das volle Jahr 2016 im Amt waren, kassierte Finanzchef Stephan Engels mit 1,3 Mio. Euro immerhin 16 Prozent mehr. Beim Firmenkundenchef ging es um 14,5 Prozent auf 1,3 Mio. Euro nach oben.

Dagegen kassierte jeder der noch 43.560 Mitarbeiter eine Bruttovergütung (also ohne Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungen) von rund 66.700 Euro, was knapp 4 Prozent weniger als im Vorjahr waren. Dies spricht dafür, dass es sich bei einem Grossteil der gut 700 weggefallenen Stellen um besser verdienende Angestellte gehandelt hat.

Mit gut 480 Stellen fielen die meisten Jobs im Privat- und Unternehmenskundengeschäft weg; im Firmenkundengeschäft waren es 280 Stellen. Da das Privat- und Unternehmenskundengeschäft mit gut 20.500 Stellen jedoch weitaus grösser als das Firmenkundengeschäft mit gut 6000 Mitarbeitern ist, fielen die Einschnitte im Firmenkundengeschäft deutlich tiefer aus. In den Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen blieb die Beschäftigung mit fast 17.000 Mitarbeitern fast auf Vorjahresniveau. Diese Entwicklung dürfte Einstellungen in Regulierung und IT widerspiegeln.

Auch bei der Commerzbank scheinen die meisten Mitarbeiter immer noch ihr gesamtes Berufsleben zu verbringen. Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt laut dem Geschäftsbereich bei stolzen 21 Jahren und damit noch höher als bei der Deutschen Bank. Nur 18 Prozent der Mitarbeiter sind weniger als neun Jahre im Unternehmen.

Erstaunlich ist, dass die Fluktuation trotz der kräftigen Umstrukturierungen nur von 3,7 auf 4,6 Prozent zugelegt hat – ein geringerer Wert als bei der Deutschen Bank.

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