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7000 Mitarbeiter der Credit Suisse kassieren mehr als 250.000 Franken

Credit Suisse sign

Mit 3,2 Mrd. Franken fällt der diesjährige Bonuspool um 3 Prozent höher als im Vorjahr aus. Von dem Geldsegen entfallen 963 Mio. Franken oder etwa 30 Prozent allein auf die 1070 Risikoträger der Bank, wie aus dem heute vorgelegten Geschäftsbericht der Credit Suisse hervorgeht. Jeder dieser Spitzenkräfte verdiente 2017 durchschnittlich gut 1,5 Mio. Schweizer Franken, davon rund ein Drittel als Gehälter und zwei Drittel als Boni.

Allerdings klingelt es deswegen nicht automatisch in der Kasse. Ab 250.000 Franken bzw. US-Dollar werden Teile der Boni über mehrere Jahre aufgeschoben ausbezahlt. Bei der Credit Suisse gibt es fast 7000 Mitarbeiter, die unter diese Regelung fallen. Jeder sechste Mitarbeiter der Credit Suisse kassierte also wenigstens 250.000 Franken. Da die durchschnittliche Gesamtvergütung sämtlicher Mitarbeiter immer noch bei 241.000 Franken liegt, müssen sich die übrigen knapp 35.700 Mitarbeiter offenbar mit deutlich weniger begnügen.

Interessanterweise variiert die Höhe des aufgeschobenen Anteils an den Boni nicht nur nach der jeweiligen Höhe, sondern auch nach der Herkunft. Während der aufgeschobene Anteil bei den Mitarbeitern mit mehr 250.000 USD-Dollar in Ameria zwischen 17,5 und 60 Prozent rangiert, sind es in den übrigen Weltregionen 17,5 bis 80 Prozent. New Yorker erhalten also höhere Boni als ihre Kollegen aus Zürich, London oder Frankfurt.

Erstaunlich ist, dass die Credit Suisse laut ihrem Vergütungsbericht 2017 nur Abfindungen an 183 Mitarbeiter zahlte – in Zeiten des Personalabbaus ein erstaunlich geringer Wert. Dies spricht abermals dafür, dass sich der Abbau auf Consultants und Contractors und nicht auf Festangestellte konzentriert. Immerhin 178 Mitarbeiter erhielten Garantiboni, 821 erhielten Ersatzzahlungen für Bonusansprüche bei ihrem alten Arbeitgeber, die durch den Wechsel zur Credit Suisse verfallen sind, oder Prämien, um sie von einem Arbeitgeberwechsel abzuhalten.


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