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Brexit: Auslandsbanken erwarten Personalaufbau in Risikomanagement, Finance, Compliance, Interner Revision und IT

Brexit

Auch der Auslandsbankenverband rechnet für die kommenden Monate mit einer Einstellungsoffensive wegen des Brexits. „Hier in Deutschland rechnen wir mit Personalaufstockungen von 200 bis 300 Stellen je Haus, so dass wir in Summe von 3000 bis 5000 neuen Stellen in den nächsten zwei bis drei Jahren sprechen“, sagte der Chef des Auslandsbankenverbandes Stefan Winter bei der Jahrespressekonferenz seiner Organisation am heutigen Mittwoch (14. März) in Frankfurt.

„Wir rechnen infolge des Brexits mit rund 20 Instituten, die ihre Präsenz hier ausbauen werden“, ergänzte Winter. Etwa die Hälfte davon müsse in Deutschland eine neue Banklizenz erhalten. Betroffen seien vor allem das Investment Banking und der Broker-Dealer-Bereich.

Der Hauptteil der Neueinstellungen werden nicht im Front, sondern im Middle Office erfolgen. „Auch wenn einige Bereiche ausgelagert werden, wird man sich nun in den nächsten Monaten auch personell verstärken“, kündigte Winter an. „Wir rechnen damit, dass lokal insbesondere Bereiche wie Risikomanagement, Finance, Compliance, Interne Revision und IT aufgebaut und mit erfahrenem Personal ausgestattet werden, das die entsprechende Entscheidungskompetenz hat und die Verantwortung trägt.“

Die Umstrukturierung stelle für die Auslandsbanken schon heute eine arge Belastung dar. Zuletzt hatte die Wirtschaftsberatung Oliver Wyman die Brexitkosten der Banken auf 10 Mrd. Pfund in Grossbritannien und 2 Mrd. Pfund für die Rest-EU beziffert. „Ich kann ihnen auf jeden Fall schon einmal versichern, dass die Kosten für die Rechtsberatung und die bankinternen Teams, die sich mit den Implikationen des Brexit befassen, aktuell schon sehr hoch sind und in den nächsten Monaten noch steigen werden.“ Die Kosten seien auch ein Grund, weshalb die Banken vorerst nur eine möglichst geringe Verlagerung von Stellen anstreben.

Unterdessen begrüsste Winter die Pläne der Bundesregierung den rigiden deutschen Kündigungsschutz für Risikoträger mit einem „Jahresgrundgehalt“ von über 234.000 Euro einzuschränken.


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