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Goldman Sachs will bis Ende Juni erste Front Office-Jobs von London nach Frankfurt verlegen

Goldman Sachs

Es scheint loszugehen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben gut ein Dutzend Londoner Mitarbeiter von Goldman Sachs die schriftliche Aufforderung erhalten, innerhalb weniger Wochen nach Frankfurt umzuziehen. Konkret gehe es um Derivate- und Debt Capital Markets-Teams, die von London aus deutsche Kunden betreuen.

Einige Teammitglieder hätten schon neue, jetzt deutsche Arbeitsverträge ausgehandelt und unterschrieben. Bis Ende Juni soll der Umzug erfolgen. Goldman Sachs in Frankfurt wollte hierzu keine Stellungnahme abgeben.

Unabhängig davon bestätigt ein Insider, dass Rechtsanwalte bereits damit betraut sind, die englischen Arbeitsverträge von Banken in deutsche umzuwandeln.

Bei den betroffenen Mitarbeitern von Goldman Sachs scheint es sich um die ersten Front Office-Jobs zu handeln, die tatsächlich als Folge des Brexits in Frankfurt ankommen. Verschiedene Frankfurter Headhunter hatten zwar von Middle und Back Office-Jobs berichtet, die im Zuge des Brexits in Frankfurt besetzt würden, ein Front Office-Job wurde bislang aber noch nicht besetzt.

So ganz überraschend kommt die Nachricht nicht. Bereits vor rund einem Jahr hatte Goldman Sachs angekündigt, ihre Mitarbeiterzahl in Frankfurt um mindestens 200 steigern zu wollen. Später wurde nachgelegt, dass es je nach Brexitszenario sogar 600 Jobs werden könnten.

Unterdessen hat sich die Bank bereits grössere Büros im neu entstehenden Marienturm gesichert, um das die deutlich grössere Mitarbeiterzahl aufzunehmen. Laut Medienberichten will die US-Investmentbank dort 10.000 Quadratmeter anmieten, was für rund 700 Mitarbeiter genügen würde. Derzeit beschäftigt Goldman Sachs in den oberen Etagen des Messeturms etwa 200 Mitarbeiter.


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