Peter Selmans langer Arm erreicht das Zürcher Investment Banking der Deutschen Bank

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Blick in den Frankfurter Handelssaal der Deutschen Bank (Foto: Deutsche Bank)

Einem Insider zufolge mussten kürzlich im Zürcher Equity Sales and Trading-Team der Deutschen Bank zwei bis drei Leute ihren Hut nehmen – darunter ein Managing Director. Der Insider wollte leider nicht verraten, um wen es sich dabei konkret handelt. Kommt damit das Sparprogramm der Deutschen bei den Eidgenossen an?

Immerhin brachen die weltweiten Erträge der Deutschen Bank in Equity Sales and Trading 2017 gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro ein. Im vierten Quartal ging es sogar um ein Viertel auf 332 Mio. Euro bergab. Ein Grund für das schwache Abschneiden war die geringe Volatilität an den Märkten und die Kundenzurückhaltung.

Die Deutsche Bank bestätigte zwar ein „Reshuffle“ im Equities Sales and Trading Team in Zürich, will dies aber nicht als Personalabbau begriffen wissen. „Bei der Umstrukturierung geht es um eine Wachstumsstrategie“, sagte ein Sprecher in Zürich. Die Deutsche Bank wolle ihre bereits starke Position in der Schweiz ausbauen und Marktanteile hinzuzugewinnen. „Bei der Schweiz handelt es sich um einen wichtigen Markt für uns.“

Die Personalveränderung müsse im Kontext der Neuaufstellung unter dem neuen Global Head of Equities Peter Selman gesehen werden. Selman war im vergangenen Jahr von der Deutschen Bank in New York angeheuert worden, um das strauchelnde Equities Sales and Trading wieder auf Vordermann zu bringen. Selman hat zuvor über 20 Jahre für die US-Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet. Die Corporate and Investment Bank der Deutschen Bank beschäftigt in der Schweiz etwa 130 Mitarbeiter.

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