Vorhang auf! Blick hinter die Kulissen der Boston Consulting Group in München

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Boston Consulting

Strategieberatungen und Big 4 haben es gar nicht gern, wenn Neugierige Blicke in ihre Geschäftsergebnisse werfen. Da es sich zumeist um Partnergesellschaften handelt, kommen sie oft um die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse herum. Nicht so The Boston Consulting Group I(nternational) GmbH & Co. KG mit Sitz in München, die jetzt endlich ihre Ergebnisse für 2016 vorgelegt hat.

Die Gesellschaft steuert das Geschäft der Strategieberatung vor allem in Mittel- und Osteuropa. Zum Konsolidierungskreis gehören die drei deutschsprachigen Länder, Polen, Ungarn, Tschechien, Griechenland, Schweden und erstaunlicherweise Portugal. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

1. Kräftiger Personalaufbau

Insgesamt beschäftigte die Boston Consulting Group in diesen Ländern 2927 Mitarbeiter, was einen Zuwachs von 350 Stellen oder 13,6 Prozent bedeutet. Laut dem Jahresabschluss wachse das Geschäft besonders stark in Mittelosteuropa. Dennoch sind immer noch 1746 hiervon in Deutschland beschäftigt, was einen Anteil von fast 60 Prozent bedeutet. Davon wiederum entfallen 1074 oder gut 60 Prozent auf das Consulting. Der Rest ist in der Verwaltung tätig.

2. Stattliche Gehälter

Bei der Bezahlung erreicht die Strategieberatung Level, die ansonsten Investmentbanken vorbehalten bleiben. 2016 liess das Unternehmen für Löhne und Gehälter fast 656 Mio. Euro springen, was eine Bruttogesamtvergütung pro Kopf von immerhin etwa 224.000 Euro entspricht. Die Gehälter dürften in der Verwaltung allerdings deutlich nach unten und im Consulting nach oben abweichen.

3. Kräftiges Umsatzplus

Das Geschäft scheint rund zu laufen. Der Umsatz legte immerhin um knapp 17 Prozent auf 1,263 Mrd. Euro zu. Die umsatzstärksten Bereiche waren übrigens Industrial Goods und Financial Institutions.

Bei den Gewinnzahlen lassen sich die Münchner jedoch nicht in die Karten blicken. Offiziell endete 2016 mit einem Fehlbetrag von 80,5 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es sogar über 126 Mio. Euro gewesen. Allerdings dürfte hiervon einiges auf Verschiebungen zu anderen Konzerngesellschaften zurückgehen. So weist die Gewinn-und Verlustrechnung beispielsweise einen Aufwand für bezogene Leistungen in Höhe von über 157 Mio. Euro aus.

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