Goldman Sachs- Mitarbeiter stehen hinter David Solomon

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Goldman Sachs- Mitarbeiter stehen hinter David Solomon

 

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Einen Moment lang sah es so aus, als ob Goldman Sachs-CEO David Solomon sein Hobby aufgeben müsse: Als „DJ D-Sol“ hatte Solomon im Juli bei einem Event in den Hamptons aufgelegt – nun heisst es, dass „Abstandsregeln dort mit Füssen getreten wurden“, es laufen Ermittlungen und sowohl aus dem Unternehmen selbst als auch von aussen hagelte es Kritik.

„Sie beschliessen, aufzutreten – während wir uns in einer Pandemie befinden, die in den ganzen USA vor allem schwarze Menschen UMBRINGT“, schreibt Kritiker auf dem Instagram Account von D-Sol. Ein ehemaliger Partner schrieb auf Twitter, dass ein solches Verhalten einem normalen Partner/Managing Director bei Goldman Sachs nicht verziehen worden wäre. Eine Zeit lang schienen einige Insider dies ähnlich zu sehen. „Die meisten hier finden, dass es komplett bescheuert war“, äusserte ein Trader, als der Vorfall ans Licht kam.

Zwei Wochen später scheint sich der Sturm gelegt zu haben – ein Indiz für die (virtuellen) Führungsqualitäten von Solomon.

„Mittlerweile sehen die Leute das entspannter“, erklärte ein anderer ehemaliger Partner. Ein Trader sagte, dass die Aktion zwar „fahrlässig und verantwortungslos“ gewesen sei, dass Solomon sich aber für seinen Fehler entschuldigt habe.

Dem Vernehmen nach fand Solomons Entschuldigung im Rahmen eines eigens einberufenen Zoom-Meetings mit führenden Mitarbeitern statt. Ein Managing Director, der dabei war, berichtete, dass ihm der Eindruck vermittelt wurde, dass der Fehler verständlich und entschuldbar sei. „Es war ein Event für einen guten Zweck“, sagte er. „Er wurde gefragt, ob er auftreten könne und sein Team hatte im Vorfeld sorgfältig überprüft, ob die Abstandsregelungen eingehalten werden. Am Tag selbst gab es dann aber leider einige alkoholisierte Gäste, die sich nicht an die Regelungen hielten. Dieses Restrisiko war in Kauf genommen worden, weil es ja um einen guten Zweck ging.“

Die Rückendeckung für Solomon kommt nachdem die New York Times Anfang der Woche über Solomons Führungsverhalten während der Pandemie berichtet hatte. Hier wurde unter anderem erwähnt, dass er sich entschieden habe, in New York zu bleiben und auch auf dem Gipfel der Neuinfektionen noch ins Büro gekommen sei. „Ich hätte es nicht richtig gefunden, wenn der CEO von Goldman Sachs sich in ein Landhaus, in die Vorstadt oder sonst wohin zurückgezogen hätte und nicht im Büro präsent gewesen wäre, denn darum geht es ja bei uns“, habe Solomon im Juni geäussert.

Ein MD erklärte, dass Solomon Risiken bewusst eingehe – sei es das Risiko, in den Hamptons aufzutreten, oder das Risiko, das andere Entscheidungen im Unternehmen mit sich brächten. „Er hat initiiert, dass Goldman Sachs den Börsengang von Unternehmen nur dann begleitet, wenn in deren Vorstand mindestens zwei Leute mit diversem Hintergrund sind“, sagte er. „Für einen frisch ernannten CEO war das eine mutige und riskante Entscheidung. Aber er lässt seinen Worten Taten folgen und wird dafür sehr geschätzt.“

Und dennoch könnten die Ereignisse rund um das Event in den Hamptons dazu führen, dass Solomon in Zukunft eher nicht mehr als DJ auftritt. Die New York Times schreibt, dass Solomon zwar weiter Musik machen, aber bis auf weiteres nicht als DJ auftreten wolle. Einige Directors bei Goldman Sachs hätten ihn ermuntert, stattdessen Golf zu spielen. Dass Solomon als DJ tätig ist, verleiht ihm vor allem bei jüngeren Kollegen ein sympathisches Image. Ein Trader im Unternehmen stellt allerdings infrage, ob der CEO überhaupt noch eine Nebentätigkeit ausüben muss: „Wenn man 28 Millionen $ im Jahr verdient, dann muss man sich doch keine Gedanken über Hobbies machen“, sagte er.

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