Aufregung bei Citi: In Frankfurt werden dieses Jahr keine MDs befordert

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Aufregung bei Citi: In Frankfurt werden dieses Jahr keine MDs befordert

Für das deutsche Investmentbanking der Citi war 2019 ein gutes Jahr – nicht gut genug allerdings, um die dortigen Banker zu befördern.  

Zwei Quellen zufolge wurde im Bereich Banking, Capital Markets und Advisory (BCMA) bei der Bank in Frankfurt niemand zum Managing Director befördert. Auch bei den Associates wird niemand zum Vice-President aufrücken. Den Quellen zufolge wird Citi ausserdem diesen Sommer weniger Nachwuchskräfte als Analysten einstellen. Dies allerdings könnte eher auf höhere Verbleibsquoten bei Junior-Mitarbeitern zurückzuführen sein, als auf eine gezielte Reduzierung von Neueinstellungen.

Ein Citi-Sprecher sagte: „Wir werden in Deutschland substanziell investieren. Zu angeblichen jährlichen Einstellungszahlen bei Nachwuchskräften äussern wir uns nicht. Wir stellen laufend ein und fördern das Vorankommen von Talenten.“

Dass Citi in seiner deutscher BCMA-Division anscheinend keine Beförderungen vornimmt, ist ungewöhnlich – gleichwohl wäre es nicht die erste Bank, in der es schwer ist, nach oben zu kommen. Im gesamten BCMA-Bereich in der EMEA-Region wurden gerade einmal neun Mitarbeiter zu MDs ernannt. Dies unterstreicht den Trend, dass es so schwer wie nie ist, bei einer grossen Bank zum MD aufzusteigen – und zwar vor allem in Europa, wo die Investmentbanking-Fees 2019 flächendeckend um 15 Prozent einbrachen.

Citi beschäftigt in seinem BCMA-Bereich in Frankfurt rund 35 Mitarbeiter und sieht Deutschland als einen seiner wichtigsten Märkte in Kontinentaleuropa an, gerade nach dem Brexit. Die Citi-Mitarbeiter in Frankfurt dürften sich wundern, denn die Bank hatte sich trotz eines in Deutschland sehr schwierigen Jahres gut geschlagen. Der deutsche Markt gilt innerhalb Europas als einer der kompetitivsten.

Die US-amerikanische Bank verbesserte sich nach Angaben von Dealogic im Ranking der M&A-Fees vom 10. auf den 5. Platz. Bei den Fees im Bereich Unternehmensfinanzen kletterte Citi vom 7. auf den 5. Platz. Doch das Ziel der Bank ist es, in allen Ländern und bei allen Produkten unter den Top-3 zu sein – dass man investieren will, überrascht also nicht.

Einer Quelle zufolge fielen die Boni etwas besser aus. Es steht also zu vermuten, dass man zwar keine Beförderungen ausspricht, dass Top-Performer aber dennoch honoriert werden.

Nachwuchskräfte zu gewinnen ist in Deutschland eine Herausforderung – einige Banken berichten dass es schwer ist, die richtigen Leute zu finden. Anstatt Vice-Presidents von anderen Unternehmen abzuwerben, entwickeln einige ihre eigenen Associates in diese Richtung. Angesichts der Nicht-Beförderungen bei Citi scheint dies allerdings ganz offensichtlich nicht schnell genug zu geschehen.

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