Wie man an einen Private-Equity-Job in München kommt

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Wie man an einen Private-Equity-Job in München kommt

Wer Deutscher ist und in London oder Frankfurt als Junior-Investmentbanker arbeitet, hat möglicherweise ein bestimmtes Ziel vor Augen, nämlich bei einem Private-Equity-Unternehmen in München einzusteigen. Die bayerische Hauptstadt ist seit Langem die Heimat der deutschen Private-Equity-Branche und Personalern zufolge wird dort auch im neuen Jahrzehnt kräftig eingestellt.

„In der Beteiligungsbranche in Deutschland werden seit Jahren Leute gesucht – und das nimmt zu“, sagt Rupert Bell, Director DACH bei Private Equity Recruitment, der Fonds in München bei der Mitarbeitersuche unterstützt.

Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) gibt an, dass deutsche Private-Equity-Fonds im ersten Halbjahr 2019 6,6 Milliarden € investiert haben (Zahlen für das Gesamtjahr stehen noch aus). Damit ist die Private-Equity-Branche in Deutschland nur 30 Prozent kleiner als die britische, wo – neusten Zahlen der British Venture Capital Association zufolge – 2018 rund 18 Milliarden € investiert wurden.

Nicht alle Private-Equity-Fonds sitzen in München – grosse US-Fonds wie KKR haben unlängst gemeinsam mit der Deutsche Beteiligungs AG Büros in Frankfurt eröffnet. Grosse einheimische Fonds wie Deutsche Private Equity (DPE) sind allerdings in Bayern ansässig, ebenso wie das skandinavische Unternehmen FSN Capital Partners (das 2018 ein Büro in München eröffnete) und der britische Fonds Vitruvian Partners. Und viele suchen Mitarbeiter.

Wie bei allen Private-Equity-Fonds werden vornehmlich Analysten oder Associates von führenden Investmentbanken gesucht. Torsten Winkler, der Partner bei Vitruvian ist, hatte seine Karriere bei Morgan Stanley begonnen und wechselte dann ins Private-Equity. Gleiches gilt für Marc Thierry bei DPE – und man scheint auf Mitarbeiter mit gleichem Werdegang zu setzen. So gehören zu den aktuellen Neuzugängen bei DPE etwa Maximilian Hutter, vormals Associate bei Bank of America Merrill Lynch in London, und Aurelia Maurath, die ihre Laufbahn bei Rothschild in Frankfurt begonnen hatte.

Laut Bell kommen viele neue Mitarbeiter in der Münchner Beteiligungsbranche von Banken – genauso gefragt sind allerdings Leute von Unternehmensberatungen. Mitarbeiter von den „grossen vier“ Wirtschaftsprüfungsunternehmen („Big Four”) abzuwerben, ist im Private-Equity in München indes weniger verbreitet.

Wer bei einem Private-Equity-Fonds in München arbeiten will, sollte am besten mindestens zwei Jahre im Investmentbanking oder einer Unternehmensberatung arbeiten und sich dann bewerben. Wer kein deutscher Muttersprachler ist, hat wenig Aussicht auf Erfolg. „Unter den Neueinstellungen der letzten 12 Monate war nur ein einziger, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist“, so Bell.

Wie in London und New York, wird es auch in Deutschland immer üblicher, dass Studierende direkt nach der Uni in die Beteiligungsbranche einsteigen. DPE beschäftigt diverse Praktikanten (offenbar vornehmlich von der WHU). Und die französische Beteiligungsgesellschaft Ardian bietet in ihrem Frankfurter Büro Traineeships für Studierende mit exzellenter akademischer Leistung an.

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