Die Hauptstadt ruft: Berliner Fintechs suchen hunderte von Mitarbeitern

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Die Hauptstadt ruft: Berliner Fintechs suchen hunderte von Mitarbeitern

Foto: Getty Images

Die Zeit, als Fintechs zwar stark wuchsen, die Zahl der Stellen aber aufgrund der geringen Unternehmensgrösse nur homöopathisch ausfielen, sind längst passé. Derzeit bieten fünf ausgewählte Fintechs allein in der Hauptstadt über 300 Jobs an. So hat N26 in Berlin derzeit 137 Jobs ausgeschrieben und bei dem just aus London eingetroffenen Konkurrenten Revolut sind es bereits elf Stellen. Der etablierte Berliner „Company-Builder“ Finleap bietet bei sich und seinen diversen Tochterunternehmen ebenfalls über 100 Jobs an.

„Das sind tatsächlich echte Jobs“, versichert Tech-Headhunterin Stefanie Storck von TF Executives in Frankfurt, die derzeit auch für Berliner Fintechs tätig ist. Die Nachfrage nach Softwareentwicklern habe in den zurückliegenden Jahren in Berlin kräftig zugelegt. „Während es früher etwas leichter fiel, Entwickler in Berlin zu finden, ist das heute genauso schwer wie in Frankfurt.“

Auch bei den Bezahlungen habe die Hauptstadt gegenüber Deutschlands Finanzzentrum aufgeholt. Dennoch werde am Main immer noch mehr als an der Spree gezahlt. Storck sucht derzeit für einen Kunden zwei Entwickler für Berlin und Frankfurt. Während in Berlin die Spannbreite für das gleiche Profil bei 60.000 bis 65.000 Euro liege, sei der Arbeitgeber in Frankfurt bereit, bis zu 10.000 Euro mehr zu zahlen. „Das wird aber nicht mehr lange so bleiben“, prophezeit Storck. Ohnehin fielen die Gehälter bei Entwicklern je nach Kompetenzen und Arbeitserfahrung höchst unterschiedlich aus.

Erstaunlicherweise fällt es laut Storck Headhuntern ebenso schwer eine Position in Berlin wie in Frankfurt zu besetzen. „Entwickler sind heute überall gesucht und sie können sich die Stadt aussuchen. Wenn keine privaten Gründe hinzukommen, muss kein Entwickler umziehen.“

Dennoch habe die Hauptstadt im Kampf um die besten Entwicklertalente die Nase leicht vorn. „Die Fintechs in Berlin tuen sich leichter damit, Entwickler einzustellen, die kein Deutsch sprechen“, beobachtet Storck. Die Headhunterin führt dies auf die allgemein jüngeren Teams zurück. „Dagegen bestehen die Banken in Frankfurt oft noch immer auf Deutschkenntnissen, was den Kandidatenkreis deutlich einschränkt.“

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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