Inside Deutsche Bank: Christian Sewings Brief an die Mitarbeiter

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Inside Deutsche Bank: Christian Sewings Brief an die Mitarbeiter

Jetzt geht’s los. Bei einem Aufsichtsratstreffen am gestrigen Sonntag hat die Deutsche Bank den Rückzug aus dem Aktienhandel (Equities Sales and Trading), dem Geschäft mit Zinsprodukten (Rates) und eine deutliche Verkleinerung der Corporate and Investment Bank beschlossen. Die risikogewichteten Aktiva des Geschäfts mit festverzinslichen Wertpapieren (Fixed Income) sollen um 40 Prozent eingestampft werden. In einer konzerninternen Bad Bank werden 74 Milliarden Euro aus der Konzernbilanz eingebracht und „schnell“ abgebaut werden. Insgesamt sollen sollten konzernweit 18.000 Stellen wegfallen.

Nachdem Investment Banking-Vorstand Garth Ritchie gehen musste, scheint jetzt Yanni Pilipis der kommende Mann zu sein. Zwar hat Bloomberg berichtet, auch James Davies werde gehen, doch dies scheint vorerst nicht zuzutreffen. Künftig soll die Investmentbank von Mark Fedorcik geleitetet werden; Ram Nayak wird neuer Chef des Geschäfts mit Anleihen und Währungen (FIC).

So viel ist bisher bekannt. Abgesehen davon hat Konzernchef Christian Sewing einen Brief an seine Mitarbeiter geschickt, worin er den „Einfluss“ bedauert, den die Pläne auf die Mitarbeiter haben werde.

„Ich betonte…, dass was wir heute angekündigt haben, nichts geringeres als ein grundlegender Umbau ist“, schrieb Sewing. Auch künftig werde die Bank Firmenkunden mit den weltweiten Kapitalmärkten verbinden. Die Bank werde ihre Kompetenz „in Credit, Fixed Income and Currencies sowie in der strategischen Beratung beibehalten.“

Abgesehen von Rates dürften die Jobs in diesen Bereichen also relativ sicher ausfallen. Weiter halte die Bank an ihrem Aktienemissionsgeschäft (Equities Capital Markets) fest. Damit dürften auch die meisten Mitarbeiter aus ECM sowie der Aktienanalyse aus dem Schneider sein.

Weiter führte Sewing im Brief an die Mitarbeiter aus, die Bank werde bis 2022 rund 13 Mrd. Euro in die Digitalisierung und IT des Konzerns stecken. Dazu hat die Deutsche Bank SAP-Vorstand Bernd Leukert abgeworben, der für „Digitalisierung, Daten und Innovation“ zuständig sei. Unterdessen sollen die Kosten bis 2022 um weitere 6 Mrd. Euro oder 25 Prozent gekürzt werden.

Ihm sei bewusst, dass die neue Restrukturierung des Mitarbeitern viel abverlange, sagte Sewing. Künftig werde sich der Konzern eine neue Unternehmenskultur zulegen. „Eine Kultur, die ermöglicht und nicht nur vermeidet. Eine Kultur, die immer ihre Kunden an erste Stelle setzt – vor die Interessen des Einzelnen. Eine Kultur, in der Integrität und Teamwork Kernwerte darstellen … und wo ausserordentlich talentierte Leute arbeiten wollen.“

 

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