Frankfurt schlägt London und Paris bei Lebensqualität und Kaufkraft

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Frankfurt schlägt London und Paris bei Lebensqualität und Kaufkraft

Foto: Getty Images

Der Brexit beschert dem Finanzplatz Frankfurt einen glänzenden Aufschwung. Doch trotz des Booms von Mainhattan schneidet die Stadt in fast allen Rankings zu Lebensqualität und Kaufkraft bescheiden ab. Zu dieser Erkenntnis kommt die Studie „Mapping the World’s Prices 2019“, die ausgerechnet die Analysten des Platzhirsches Deutsche Bank vorgelegt haben.

Frankfurt im Abwärtstrend

Bei der Lebensqualität kommt Frankfurt gerade einmal auf den weltweit 13. Platz. Dabei ergibt sich ein klarer Abwärtstrend. Denn 2018 lag die Stadt noch vier und 2014 sogar zwölf Punkte besser. Doch viel interessanter ist, in welchen Kriterien das Finanzzentrum gut und schlecht abschneidet. So schaffte es Frankfurt bei den erforderlichen Pendelzeiten auf einen sehr guten vierten Platz. Dies geht aber auch auf den schlichten Umstand zurück, dass die Stadt mit ihren rund 750.000 Einwohnern im Vergleich zu den anderen 55 untersuchten Orten eher ein Metropölchen ist. Auch bei der Kaufkraft schneidet Frankfurt mit einem achten Platz passabel ab. Die Gehälter sind zwar nicht so üppig, die Preise für Güter und Dienstleistungen aber ebenfalls nicht.

Weniger lustig geht es bei der Sicherheit zu. Dort gelangte die Stadt nur auf dem 27. Platz. Ebenso wenig erstaunt, dass Frankfurt auch beim Klima mit dem 26. Rang bescheiden abschneidet. Pikant ist indes, dass es auch bei Gesundheit und Umweltverschmutzung nur für den 22. Platz reicht.

Zürich bei Lebensqualität Spitze, bei der Kaufkraft nicht

Wer besser als in Frankfurt leben möchte, muss eine Fremdsprache lernen: Schwyzerdütsch. Denn bei der Lebensqualität sicherte sich Zürich den ersten Platz und konnte sich damit gegenüber der neuseeländischen Hauptstadt Wellington durchsetzen. Bei der Kaufkraft reichte es nur für den zweiten Platz in Ranking. Zwar sind die Gehälter hoch, die Kosten aber auch. So landete Zürich bei den Lebenskosten auf dem allerletzten 56. Platz. In San Francisco (Platz 52) sind die Kosten zwar hoch, aber nicht so hoch wie in Zürich, womit es zum ersten Preis bei der Kaufkraft reichte. Auch bei Sicherheit und Umweltverschmutzung sicherte sich Zürich den dritten bzw. fünften Platz. Erstaunlich ist, dass Zürich bei Gesundheitswesen und Pendelzeit nur den 13 bzw. 12 Platz errang. Zur Erinnerung: Zürich zählt lediglich rund 400.000 Einwohner.

London nur im Klima besser als Frankfurt

Trotz des Abwärtstrends müssen die Frankfurter nicht den Kopf hängen lassen. Denn in der Schlacht um die Investmentbanking-Jobs muss sich das Metropölchen ja nicht gegen Zürich, sondern London behaupten. Und dort sieht es deutlich besser aus. Denn bei der Lebensqualität schaffte es London auf den schlechten 41. Platz. Am besten schnitt London mit einem 19. Platz ausgerechnet beim Klima ab, was eigentlich nur den Schluss zulässt, dass die Deutsche Bank-Analysten Regen lieben. Bei der Kaufkraft erreichte London gerade einmal den 35. Platz miserabel – noch schlechter bei der Sicherheit mit dem 40. Platz. In Sachen Lebensqualität und Kaufkraft ist London für Frankfurt also keine Konkurrenz mehr.

Auch Paris ist keine Konkurrenz für Frankfurt

Der Hauptkonkurrent um die Brexitjobs ist freilich Paris. Da hören es die Frankfurter sicher gerne, dass die französische Hauptstadt in Sachen Lebensqualität nur auf dem 36. Platz landete, was allerdings immer noch fünf Ränge besser als London ist. Auch bei der Kaufkraft reichte es nur für Platz 34. Bei Sicherheit schneiden die Franzosen (42) beschämend ab. Doch es gibt auch Lichtblicke. Mit ihrem zwölften Platz im Gesundheitswesen schlägt Paris sogar Zürich (13), Frankfurt (22) und London (30).

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

 

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