JP Morgan AG in Frankfurt will Mitarbeiterzahl auf über 1000 verdreifachen

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JP Morgan AG in Frankfurt will Mitarbeiterzahl auf über 1000 verdreifachen

Foto: Getty Images

Im Zuge des Brexits stieg 2018 die Beschäftigung bei der JP Morgan AG in Frankfurt. Die Zahl kletterte um 10 Prozent auf 305 Mitarbeiter. Doch es kommt noch besser: Für das laufende Jahr rechnet die deutsche Tochtergesellschaft des JP Morgan-Konzerns mit dem Sprung über die 1000 Mitarbeiter-Schwelle.

Denn als Folge des Brexits will die US-Bank neun Niederlassungen in Europa in die deutsche JP Morgan AG integrieren und eine weitere Niederlassung der deutschen Tochtergesellschaft in London eröffnen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Jobs im Handel und Vertrieb von Wertpapieren (sales & trading). „Die Mitarbeiterzahl der JP Morgan AG kann somit 2019 von durchschnittlich 305 auf über 1000 Mitarbeiter ansteigen“, heisst es im jetzt vorliegenden Geschäftsbericht der JP Morgan AG für 2018. So verzeichnet die JP Morgan AG neuerdings Niederlassungen in Brüssel, Kopenhagen, London, Oslo, Amsterdam, Mailand, Paris und Stockholm.

Leider dürfte es sich nur um bei einem kleinen Anteil davon um neue Stellen handeln. Vielmehr werden bereits bestehende Arbeitsverhältnisse in die deutsche Gesellschaft verlagert. „Die Übertragung aller relevanten Mitgliedschaften auf die JP Morgan AG sowie die darauffolgende Migration der Kunden wird im Laufe des ersten Halbjahres 2019 erfolgen“, heisst es im Geschäftsbericht. „Im Dezember 2018 ging zudem der Bereich ‚Cash Equities‘, der den Aktienhandel im Kundenauftrag umfasst, in den Produktvertrieb.“ Eine Stellungnahme war von JP Morgan nicht zu erhalten.

Rein rechnerisch kassierte jeder Mitarbeiter 2018 eine Bruttogesamtvergütung von keinen 106.000 Euro. Dieser recht niedrige Wert geht darauf zurück, dass bislang in der Gesellschaft Treasury Services und Securities Services angesiedelt waren und nicht Sales & Trading, das 2018 noch unter fremder Flagge segelte. Für die vier Vorstandsmitglieder liess die Bank 9,2 Mio. Euro oder knapp 2,3 Mio. Euro pro Kopf springen – fast 29 Prozent der gesamten Löhne und Gehälter von insgesamt 32,2 Mio. Euro. Die Mitarbeiterfluktuation stieg von 9 auf 12 Prozent.

Unterdessen konnte die JP Morgan AG ihre Erträge um 9 Prozent auf 146,8 Mio. Euro steigern. Dabei schrieb die Gesellschaft einen Reinverlust von 8,8 Mio. Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von 13,7 Mio. Euro. Dazu hat die Steigerung des Gesamtaufwands um 22 Prozent beigetragen, die die Gesellschaft u.a. auf den „Aufbau zusätzlicher Ressourcen im Rahmen der Implementierung der Brexit-Strategie“ zurückführte.

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