Goldman Sachs prahlt mit neuem Domizil im Marienturm

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Goldman Sachs prahlt mit neuem Domizil im Marienturm

Foto: © Pecan Development

Noch sind die Goldmänner und -frauen nicht in ihr neues Domizil im Frankfurter Marienturm umgezogen, schon geben sie ein wenig mit ihrem neuen Domizil in den sozialen Netzwerken an. „Nach fast 30 Jahren im MesseTurm zieht Goldman Sachs in Frankfurt im Herbst des Jahres in den Marienturm um. Das Gebäude wurde nach den höchsten Umweltstandards gebaut und hat eine moderne Arbeitsumgebung mit Kindertagesstätte, Fitnessstudio und einem Restaurant.“

Laut Goldman Sachs soll der Umzug im dritten Quartal erfolgen. Immerhin 10.000 der gut der 45.000 Quadratmeter Nutzfläche des Marienturms werden von der US-Investmentbank unmittelbar neben dem Hauptquartier der Deutschen Bank belegt. Dies reicht für bis zu 800 Mitarbeiter . Die Bank scheint also einiges vorzuhaben, denn in der jüngsten Vergangenheit waren lediglich etwa 200 Mitarbeiter bei den verschiedenen Sparten von Goldman Sachs in den oberen Stockwerken des Messeturms beschäftigt.

Der Marienturm misst mit seinen 38 Stockwerken 155 Meter. „Es gibt zwar eine Dachterrasse, die ist aber den Mietern vorbehalten“, sagt eine Sprecherin des Projektentwicklers Pecan. Tatsächlich wurde das Interieur von der Mailänder Stardesignerin Patricia Urquiola in schickten Beige- und Grautönen mit dem Einsatz von viel Holz entworfen. Dafür haben Marienturm und Marieninsel immerhin den European Property Awards 2017/18 gewonnen.

(Foto: © Pecan Development)

Im Erdgeschoss glänzt der Marienturm nicht nur mit einer opulenten Lobby samt Concierge-Service, sondern auch mit dem Bistrot „Le Café“. Im ersten Stock können die Goldman Sachs-Mitarbeiter künftig ihr Mittagessen einnehmen. Von einer „Kantine“ ist hier indes keine Rede. „Geniessen Sie eine frische zeitgemässe Küche im Marienturm-Lunch-Restaurant“ – so heisst das heute. Im zweiten Obergeschoss gibt es eine Kindertagesstätte und im fünften ein Fitnessstudio. Da brauchen die Mitarbeiter kaum noch das Gebäude zu verlassen.

Über die Höhe der Mietkosten wurde unterdessen wenig bekannt. Sie dürften allerdings deutlich höher als im Messeturm liegen. So kletterten die „Verpflichtungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge für Büroräume und PKW sowie für sonstige externe Dienstleistungen“ von 11,2 Mio. Euro 2016 auf 56,1 Mio. 2017, wie aus dem Geschäftsbericht der Goldman Sachs Deutschland AG hervorgeht. 2017 war das Jahr, in dem Goldman Sachs der Mietvertrag unterschrieb.

(Foto: © Pecan Development)

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