Deutsche Bank plant wohl Einfrieren der Fixed Income-Vergütungen

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Deutsche Bank plant wohl Einfrieren der Fixed Income-Vergütungen

Bei der Deutschen Bank werden die Gehälter auf Eis gelegt. (Foto: Getty Images)

Morgen steht bei der Deutschen Bank der Tag der Wahrheit an, an dem die Mitarbeiter die Höhe ihres Bonus für 2018 erfahren. Vielleicht wird es sich auch um den Tag handeln, an dem die Mitarbeiter des Handels mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) erfahren, dass sie so schnell keine Gehaltserhöhung erhalten.

Laut Insidern der Deutschen Bank wurde dies den Führungskräften der Deutschen Bank bereits gestern mitgeteilt. Die übrigen Mitarbeiter sollen die Nachricht am Bonustag am morgigen Mittwoch (6. März) erfahren.

Dennoch werden wohl einige Mitarbeiter eine Anhebung erhalten. Beispielsweise würden Analysten und Associates die Gehaltserhöhungen kassieren, die mit ihrem Karrierefortschritt verbunden sind.

Die Deutsche Bank wollte sich hierzu nicht äussern. Doch laut einem Senior Insider gälten diese Pläne in den kommenden Monaten für sämtliche Gehaltsanhebungen im FICC-Geschäft – ungeachtet auf welchen Karrierelevel sie sich befinden.

Die Behauptung, dass die Bezahlung im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren eingefroren werden, stellt keine gute Nachricht für die übrigen Mitarbeiter dar. Seit Wochen kursieren Gerüchte, wonach der Bonuspool um 10 bis 15 Prozent geringer als 2017 ausfallen werde.

Eigentlich sollte die Restrukturierung des Investment Bankings der Deutschen Bank bereits abgeschlossen sein. Allerdings hatte Finanzchef James von Moltke kürzlich angekündigt, die Vergütungen bei schwächelnden Erträgen weiter zurechtzustutzen. Unterdessen erwarten die Analysten von KBW für das erste Quartals ein weiteres Ertragsminus von 6 Prozent im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren.

Unter dem alten Konzernchef John Cryan wurde die Bezahlung bereits von den Boni zu den Gehältern verschoben. So versprach Cryan im Dezember 2017 die Gehälter für bestimmte Mitarbeitergruppen zu erhöhen und zwar bei den Londoner Vice Presidents von 155.000 auf 170.000 Pfund (180.000 bis 198.000 Euro), damit diese nicht allzu sehr hinter die US-amerikanische Konkurrenz zurückfallen.

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