DZ Bank schlägt abermals Deutsche und Commerzbank

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DZ Bank schlägt abermals Deutsche und Commerzbank

Foto: Getty Images

Die DZ Banken-Gruppe erzielte 2018 einen Vorsteuergewinn von 1,37 Mrd. Euro. Dies war zwar fast ein Viertel weniger als im Vorjahr, dennoch verdienten die Genossen damit abermals vor Steuern mehr als die Deutsche Bank mit 1,33 und die Commerzbank mit 1,23 Mrd. Euro.

Die Perle im Konzern stellte wieder Union Investment dar. Trotz der turbulenten Aktienmärkte zu Jahresende konnte die Fondsgesellschaft ihren Vorsteuergewinn um rund ein Viertel auf 610 Mio. Euro steigern – ein neuer Rekordwert. Dagegen verdiente die DZ Bank im engeren Sinne lediglich 522 Mio. Euro und damit fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. Dabei purzelte der Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle des Konzerns, um 4,8 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Die Niedrigzinsphase hat allerdings auch ihr Gutes. So verminderte sich die Risikovorsorge für geplatzte Kredite von 786 auf sehr schmale 21 Mio. Euro 2018 – ein Minus von 97 Prozent.

Dagegen kletterte der Provisionsüberschuss um 5,4 Prozent auf 1,96 Mrd. Euro. Vor allem mit Anleiheemissionen (Debt Capital Markets) verdiente die DZ Bank mehr als im Vorjahr. Auch das Geschäft mit Zins- und Devisenabsicherungen verlief „positiv“.

Trotz der sich eintrübenden Konjunktur und der turbulenten Märkte rechnet die DZ Bank für 2019 mit einem Ertragsanstieg. „Wir rechnen damit, im Geschäftsjahr 2019 einen leichten Ergebnisanstieg und damit ein Ergebnis am unteren Ende unserer nachhaltigen Ergebnisspanne von 1,5 bis 2 Mrd. Euro vor Steuern zu erzielen“, sagte Co-Konzernchef Cornelius Riese.

Die im Vergleich zu Deutscher und Commerzbank guten Ergebnisse dürfen indes nicht über eine bedrohliche Entwicklung der DZ Bank hinwegtäuschen. So legte die Kostenquote des Konzerns dramatisch von 60,4 auf 74,5 Prozent zu. Für jeden Euro Ertrag mussten die Genossen also fast 75 Cent auf den Tisch blättern. Trotz der beträchtlichen Steigerung schneidet die DZ Banken-Gruppe immer noch besser als Deutsche und Commerzbank mit 93 bzw. 80,3 Prozent ab. Damit dürften aber auch die Genossen kaum um ein Sparprogramm herumkommen – besonders wenn der bisherige Goldesel Union Investmentbanking aufgrund der Marktentwicklung nicht mehr so ergiebig bleiben sollte.

 

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