Die Wahrheit über die stolze Bezahlung von Analysten und Associates im Londoner Investment Banking

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Die Wahrheit über die stolze Bezahlung von Analysten und Associates im Londoner Investment Banking

Wie hoch die Gehälter und Boni von Analysten und Associates in der Londoner Investment Banking Division ausfallen, stellt ein wohlgehütetes Geheimnis dar. Auch ist häufig undurchsichtig, wie gross das Gehaltsgefälle zwischen den einzelnen Banken aussieht. Das Recruitment-Unternehmen Dartmouth Partners bringt jetzt mit einer neuen Studie etwas Licht ins Dunkel. Laut Headhunter Logan Naidu von Dartmouth Partners hätten die Mitarbeiter in den ersten drei Jahren, die sogenannten Analysten, und in den zweiten drei Jahren, die Associates, in diesem Jahr keinen Grund zur Klage. Einsteiger können in ihrem ersten Jahr nach der Uni mit einer Gesamtvergütung von 74.000 Pfund rechnen. Sechs Jahre später sind es bei Associates bereits 225.000 Pfund.

Gehälter und Boni der Analysten in London

Nach den Daten von Dartmouth Partners lassen die US-Banken für ihre Analysten mehr springen als ihre europäischen Mitbewerber. Aufgrund der unterschiedlichen Auszahlungsbedingungen sind die Werte jedoch nicht immer vergleichbar.

Einsteiger können in ihrem ersten Jahr mit einem Gehalt von 50.000 Pfund rechnen. Auf dieser Karrierestufe scheint es kaum grosse Abweichungen zu geben. Die Boni liegen bei etwa 38.000 Pfund. Manche Banken zahlen indes nur einen Sechsmonatsbonus.

Wer nicht gerade bei Goldman Sachs oder der UBS arbeitet, kann im zweiten Jahr von einer Gehaltsanhebung von 10 Prozent ausgehen. Die Gesamtvergütung sollte sogar die Marke von 100.000 Pfund übersteigen.

Analysten im dritten Jahr kommen in London mit dem Bonus auf insgesamt 113.000 (UBS) und 125.000 Pfund (Credit Suisse oder JP Morgan). Wiederum scheint es sich bei der Vergütung von Citi um einen Ausreisser zu handeln.

Gehälter und Boni von Associates in London

Auf dem Associate-Level, mit mehr als zwei bis drei Jahren Berufserfahrung, fallen die Unterschiede zwischen den einzelnen Banken grösser aus. Besonders gut scheint in London die Bank of America zu zahlen. Auch die UBS zeigt sich im Vergleich zu den anderen europäischen Banken grosszügig.

Da viele Banken dazu übergehen, ihre Analysten schon nach dem zweiten Jahr zu Associates zu befördern, um ihren Abgang entgegenzusteuern, gibt es so etwas wie Associates in ihrem Jahr 0. Diese Praxis führt auch zu Sechsmonatsboni. Überdies erhalten einige Associates, die nach einem MBA zurückkehren, einen Antrittsbonus, was einen Vergleich nicht gerade erleichtert.

Doch spätestens im fünften Karrierejahr sind Sie ein Associate in seinem ersten (richtigen) Jahr und können eine Gesamtvergütung von 160.000 Pfund erwarten und sogar mehr, wenn Sie für die Bank of America arbeiten.

Junge Banker können in ihrem zweiten Jahr als Associate bereits die 200.000 Pfund-Marke erreichen, zumindest wenn sie bei einer US-Bank beschäftigt sind.

In ihrem letzten Jahr als Associate durchbrechen viele Investmentbanker in London bereits die Marke von 225.000 Pfund. Für jüngere Beschäftigte aus anderen Branchen handelt es sich um wahre Traumgehälter – auch in London. Allerdings sollte jeder Student wissen, der mit einem Einstieg ins Investmentbanking liebäugelt, dass Wochenarbeitszeiten von 80 Stunden und Wochenendarbeit keine Seltenheit sind. Ausserdem springt häufig mehr als die Hälfte der Berufseinsteiger bereits nach zwei Jahren wieder ab – und das nicht nur in London, sondern auch in Frankfurt.

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