Blick ins Portemonnaie: Wie hoch Gehälter und Boni bei der Commerzbank ausfallen

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Bezahlung Commerzbank

Sie arbeitet nicht bei der Commerzbank. (Foto: Getty Images)

Endlich hat auch die Commerzbank als letzte deutsche Grossbank ihren Vergütungsbericht für 2018 online gestellt. Daraus wird ersichtlich, wie gross die Unterschiede bei der Bezahlung der beiden grössten deutschen Banken ausfallen. Während die Deutsche Bank im vergangenen Jahr immerhin noch 643 Einkommensmillionäre zählte, waren es bei der Commerzbank lediglich zwölf und damit ebenso viele wie bei der DZ Bank. Allerdings verdienten bei den Gelben nur zwei Personen mehr als 1,5 Mio. Euro, während es bei den Genossen immerhin fünf waren.

Wie hoch fallen die Gehälter und Boni bei der Commerzbank aus?

Interessanterweise kassierten die knapp 2200 Investmentbanker des Konzerns 2018 durchschnittlich gut 174.000 Euro und damit rund 20.000 Euro mehr als im Vorjahr. Dabei hat sich der Anteil der Boni deutlich zugunsten der Festgehälter verschoben. Zahlte die Commerzbank 2017 ihren Investmentbankern noch einen Bonus von durchschnittlich fast 25.000 Euro, waren es ein Jahr später nur noch gut 7000 Euro. Umgekehrt erhöhten sich die Durchschnittsgehälter von keinen 130.000 auf knapp 167.000 Euro.

Die gut 3500 Mitarbeiter aus dem Firmenkundengeschäft mussten sich indes mit gut 102.000 Euro begnügen, wovon knapp 93.000 Euro auf die Gehälter und 9500 auf die Boni entfielen. Lediglich in den Kontrollfunktionen erreichte die Gesamtvergütung pro Kopf mit gut 99.000 Euro ein fast sechsstelliges Niveau.  

Wie hoch fallen die Gehälter und Boni der Führungskräfte der Commerzbank aus?

Auch die gut 1000 Risikoträger des Konzerns müssen sich mit deutlich weniger als die Kollegen vom Erzrivalen bescheiden. Während diese Führungskräfte bei der Deutschen Bank im vergangenen Jahr durchschnittlich gut 1 Mio. Euro einstrichen, waren es bei der Commerzbank keine 280.000 Euro, wobei die Unterschiede in den Sektoren beträchtlich ausfallen.

So schnitten abgesehen von der Geschäftsleitung die 278 Risikoträger des Investment Bankings mit einer Gesamtvergütung pro Kopf von gut 369.000 Euro am besten ab – knapp 321.000 Euro Gehälter und knapp 49.000 Boni. Die 116 Risikoträger aus dem Firmenkundengeschäft kassierten fast 194.000 Euro. Auch hier fällt der Anteil der Boni mit gut 22.000 Euro eher bescheiden aus. Offenbar setzt die Commerzbank in ihrer Vergütungspolitik eher auf Gehälter als auf Boni.

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