Blicks ins Portemonnaie: Wie die Bezahlung bei der BayernLB ausfällt

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BayernLB-Gehalt

Sie arbeitet wohl nicht bei der BayernLB (Foto: by_nicholas/Getty Images)

Als letzte Landesbank hat jetzt die BayernLB ihren Vergütungsbericht für 2017 vorgelegt. Demnach fällt die Bezahlung in München recht unterschiedlich aus. Am besten schnitten die gerade einmal 46 Mitarbeiter des Asset Managements mit einer Bruttogesamtvergütung von fast 187.000 Euro ab - etwa 43.000 Euro davon waren Boni. Die geringste Gesamtvergütung strichen die Mitarbeiter der DKB mit keinen 59.000 Euro ein. Die Tochtergesellschaft zählt allerdings auch fast 3100 Beschäftigte. Erstaunlich ist das gute Abschneiden der rund 800 Retailbanker, die die Kleinigkeit von 133.000 Euro verdienten. Allerdings subsumiert die BayernLB darunter auch ihr umfangreiches Kreditgeschäft mit Firmenkunden, was die hohen Zahlen erklärt.

Unterdessen kassierten die knapp 370 Risikoträger der Bank durchschnittlich fast 190.000 Euro, wovon etwa 153.000 auf die Gehälter und 37.000 auf die Boni entfielen. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies ein Plus von 3,7 Prozent dar. Bei Risikoträgern handelt es sich zumeist um Führungskräfte, die eine besondere Verantwortung für Erträge und Risiken tragen.

Abgesehen vom Vorstand schneiden erstaunlicherweise die Risikoträger aus dem Operating Office mit einer Gesamtvergütung von über 363.000 Euro am besten ab. Während der Bereich Corporates, Mittelstand & Financial Institutions mit gut 231.000 Euro noch im Mittelfeld rangiert, müssen sich die Risikoträger aus Markets mit gut 174.000 Euro begnügen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass in München die Gehälter im Back Office sensationelle Höhen erreichen. Vielmehr fällt der Anteil der Risikoträger im Bereich Markets deutlich höher als in den Back Office -Positionen aus. Während Markets 95 Stellen für Risikoträger zählt, sind es im Operating Office gerade einmal sechs und im Risk Office 35. Damit liegt auch der Anteil der Spitzenverdiener in Markets deutlich höher.

Im Vergleich zu den Investmentbanken fallen diese Zahlen jedoch bescheiden aus. So trugen die knapp 1800 Risikoträger der Deutschen Bank trotz eines Verlustjahres 2017 etwa 1,3 Mio. Euro nachhause. Selbst gegenüber anderen Landesbanken schneiden die Bayern bescheiden ab. Zwar strichen die Risikoträger der NordLB rund 17.000 Euro weniger ein, allerdings wurden in Hannover die Boni gestrichen. Dagegen kassierten die Risikoträger der Helaba und der LBBW zum Teil deutlich mehr.

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