☰ Menu eFinancialCareers

Swiss Life baut 2009 rund 140 Stellen in der Konzernzentrale in Zürich ab

Ein Lehrstück, wie man den Abbau von Arbeitsplätzen nicht (!) bekannt geben sollte, liefert derzeit der Versicherungskonzern Swiss Life ab.

Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen war zwei Wochen war von Stellenstreichungen noch überhaupt keine Rede. Eine Woche später dann räumte Vorstandschef Bruno Pfister in einem Interview mit der Handelszeitung auf Nachfrage ein, das Stellen gestrichen würden, konkrete Zahlen wollte er aber nicht nennen.

Offenbar hat die Strategie-Abteilung des Konzerns seitdem Tag und Nacht durchgearbeitet, denn sieben Tage später lässt Swiss Life die Welt per Pressemitteilung wissen, dass , in den kommenden Jahren 200 Arbeitsplätze in der Konzernzentrale zu streichen, zwei Drittel davon bereits 2009.

Das Unternehmen will durch die “Straffung” des Konzerns, wie das Unternehmen den Personalabbau umschreibt, bis 2012 rund 90 Mio. Franken sparen.

Gegenwärtig zählt die Konzernzentrale 900 Stellen. Das neue “Corporate Center” und die “Einheiten für gemeinsam genutzte Dienstleistungen” kommen aber künftig mit 650 Stellen aus.

Davon sind rund 150 Stellen eigentliche Konzernfunktionen, die übrigen 500 – im Investment Management und der Informatik – werden für das “Erbringen von gemeinsam genutzten Dienstleistungen” benötigt.

Sinnigerweise soll ein Großteil der “Restrukturierungskosten” von 40 Mio. Franken noch in die Bilanz des laufenden Geschäftsjahres gepackt werden. Dahinter steckt offenbar die Absicht, das Zahlenwerk für das kommende Jahr “aufzuhübschen”.

Die Stellen sollen “sozialverträglich” abgebaut werden. Ein Teil davon könne über das Streichen von vakanten Stellen, die natürliche Fluktuation und einzelne Frühpensionierungen erreicht werden, hieß es.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier