Ist die Spaltung der UBS in drei Bereiche ein Schritt in die richtige Richtung?

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Nach milliardenschweren Abschreibungen und einer Notkapitalerhöhung verabschiedet sich die UBS vom Geschäftsmodell der "integrierten Bank". Die Schweizer Grossbank soll in drei autonome Geschäftsbereiche Vermögensverwaltung, Investmentbanking und Asset Management (für Institutionelle Kunden) gespalten werden.

Bis zu 5500 Mitarbeiter werden durch die Zerschlagung ihren Job verlieren, mindestens 200 davon in der Schweiz, bestätigte UBS-Vorstandschef Marcel Rohner in einem Interview.

Der Plan, sich vom Modell der integrierten Bank zu verabschieden, kommt in den Medien gut an.

Durch die neue Gliederung sei mehr Unabhängigkeit gewährleistet, jubelt die Financial Times Deutschland in einem Kommentar. Künftig sollen die leistungsabhängigen Boni - wie es sich eigentlich ohnehin gehört - von der Leistung der Division, in der man arbeitet, abhängen.

Während für die FTD das Glas halb voll ist, ist es bei der Welt halb leer. Die Zeitung sieht schon das "Ende einer Universalbank" kommen. Die neue Struktur sei nichts anderes als der Versuch, den endgültigen Niedergang des einst so stolzen Züricher Geldhauses zu verhindern, schreibt das Blatt. Die Zeitung erwartet nun den nächsten, revolutionären Schritt: den Verkauf des Investmentbankings und die Rückbesinnung auf die Wurzeln in der Vermögensverwaltung.

Was meinen Sie? Bereitet die UBS tatsächlich den Verkauf des darbenden Investmentbankings davor? Oder versucht die UBS lediglich Zeit zu gewinnen - in der Hoffnung, dass sich die Finanzmärkte - und damit das Investmentbanking - in den kommenden Monaten doch noch erholen werden?

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