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Pausenplausch: lieber echt oder virtuell?

Die Arbeitswelt und auch das Privatleben spielen sich mehr und mehr im Internet ab. Letzteres ist bei der Credit Suisse nicht gern gesehen, die Bank versperrt ihren Angestellten nun den Zugang zur Internet Community “Facebook”.

Realität ist, ohne per E-Mail und Webseite übermittelte Informationen funktioniert beinahe kein Job in der Dienstleistungsbranche mehr. Oft wird die Produktivitätssteigerung durch den raschen und reibungslosen Informationsaustausch lobend erwähnt.

Auch das Privatleben findet zunehmend online statt. Private E-Mails, Chatrooms und Communityportale schaffen eine Plattform für den menschlichen Austausch – und die Karriere. Und wenn am Arbeitsplatz der Computer schon zur Grundausstattung gehört, wer schaut dann noch so genau, auf welchen Seiten gesurft wird?

Private Plattform gesperrt

Genau dies hat die Credit Suisse offenbar getan, mit eben dem Ergebnis, dass die Angestellten sich nicht mehr in die Online-Community “Facebook” einloggen können. Insgesamt sind rund 190.000 Schweizer auf dieser Plattform präsent, davon gegen 3.000 Mitarbeitende der Credit Suisse.

Die müssen jetzt von daheim aus ihre Profile besuchen. Die Bank erlaubt gemäss Angaben von Sprecher Georg Söntgerath die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz “nur sehr beschränkt.” Ausserdem wird die Surferei auf nicht geschäftlichen Seiten von der Bank laufend überwacht, schreibt das Magazin “20 Minuten”. Andere Finanzkonzerne, auch in Zürich ansässig, sehen das derzeit noch lockerer.

Strenge Aufsicht

Hat das Personal der Credit Suisse vielleicht mehr Zeit und Musse als andere? Oder ist die Bank mit ihrer Aufsicht einfach strenger?

Kürzlich konnte man lesen, welche Probleme und Gefahren das Ansteuern von unbekannten Communityprofilen mit sich bringen kann. Hinter Links verbergen sich schädliche Websites oder es wird versucht, Trojaner einzuschleusen. Jedenfalls nichts, was eine auf Sicherheit bedachte Bank brauchen kann.

In der Prä-PC-Ära ging man in Arbeitspausen für ein Schwätzchen in die Kaffeeküche oder Raucherecke. Heute bleibt man sitzen und surft privat.

Tratschen Sie mit Ihren Kollegen face to face oder surfen Sie in der Mittagspause auf “Facebook”? Sollten Arbeitgeber Angestellten privates Surfen überhaupt verbieten?

Kommentare (2)

Comments
  1. Das ist total richtig, dass die Bank dem vielen Gesurfe in privater Sache einen Riegel vorschiebt, das sollten noch viel mehr Arbeitgeber machen, das Surfen hat auf so vielen Stellen einfach Überhand genommen. Ausserdem sollten sich Kollegen in einem Büro von Mensch zu Mensch austauschen und nicht immer nur über elektronische Mitteilungen und die Profile seine Freunde kann man sich ja wohl auch in Ruhe zu hause nach Feierabend anschauen!

  2. naja, ist halt pech für die facebooker…und pech für die firma, die ihre leute so gängeln muss. ich surfe zwar auch, aber lasse mich nicht auf chats oder so ein amarbeitsplatz. ist mir zu heikel – chef liest mit;=)

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