Finanzfachleute arbeiten auch am Wochenende

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Das Wochenende und andere bisher freie Zeiten werden immer mehr von berufsbezogenen Tätigkeiten vereinnahmt, wenn man im Finanz- und Rechnungswesen arbeitet.

In der Schweiz arbeiten gemäss einer Umfrage der Personalberatung Robert Half rund 64 % der Befragten mehr als noch vor zwei Jahren. In der internationalen Vergleichsgruppe ist das bei immer noch hohen 52 % der Fall. Für den Themenbereich "Working Hours" der Umfrage wurden 2.283 Finanzmanager in 17 Ländern weltweit befragt. Für die Daten zur Schweiz wurden die Antworten von 19 Personen ausgewertet.

Mehr als ein Drittel (37 %) der Schweizer Finanzprofis verbringt demnach heute fünf bis zehn Stunden mehr im Büro als noch vor zwei Jahren. Bei 11 % der Befragten hat sich die Wochenarbeitszeit sogar um mehr als 16 Stunden erhöht. Dennoch liegen sie mit durchschnittlich 36,4 Wochenstunden scheinbar unter dem internationalen Durchschnitt. Das resultiert zum Teil jedoch daraus, dass in der Schweiz etwa ein Drittel der Finanzexperten Teilzeitverträge hat. Die Eidgenossen stehen dem Modell der Teilzeitarbeit generell offener gegenüber - auch in anderen Berufen. Ganz vorne in Sachen Arbeitszeit liegen die Kollegen in Luxemburg und Japan mit rund 47 Stunden pro Woche.

Vor allem sind die Wochenenden immer weniger tabu. Gemäss der Studie arbeiten 16 % der Befragten jedes Wochenende etwas für die Firma. Gleich viele sind jedes zweite Wochenende beruflich aktiv; an drei von vier Wochenenden schaffen aber nur 5 % der Angestellten. Und gänzlich arbeitsfrei scheint das Wochenende nur für 32 % der Antwortenden zu sein. Ausgangspunkt für die Mehrarbeit ist in der Schweiz meist ein Karrieresprung und der damit einhergehende höhere Leistungsdruck (75 %). Darüber hinaus sorgte in 58 % der Fälle das Unternehmenswachstum für eine höhere Stundenzahl.

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