Bei der Prime Brokerage sind Deutsche Bank und Credit Suisse spitze - doch auf dem Arbeitsmarkt schlägt dies nicht durch

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Deutsche Bank und Credit Suisse sind bei Hegefonds erste Wahl. Im alljährlichen Ranking des "Global Custodian Magazine" unter 3200 Hedgefondsmanagern weltweit schnitten die beiden mitteleuropäischen Institute wie bereits in 2009 am besten ab.

Dabei dominiert die Credit Suisse das Geschäft mit grossen Hedgefonds mit einem Anlagevolumen von mehr als 5 Mrd. US-Dollar, während die Deutsche Bank bei kleineren Hedgefonds die Nase vorn hat. Beide Institute waren während der Finanzkrise ohne staatliche Unterstützung ausgekommen.

Unter Prime Brokerage wird der Handel von Wertpapieren im Auftrag von Hedgefonds verstanden. Dazu zählt auch die Kreditvergabe sowie das Verleihen von Aktien an Hedgefonds.

Hedgefonds bevorzugen stabile Banken

"Nachdem wir aus der Krise kommen, suchen Hedgefonds nach starken Bankpartnern, die nicht nur einen erstklassigen Service liefern, sondern auch eine ruhige Hand für sie in und während der nächsten Krise behalten", sagt PhilipVasan, der bei der Credit Suisse die Prime Brokerage betreut.

"Wir haben die die Fonds mit weniger als 1 Mrd. US-Dollar Anlagevermögen während des Abwärtstrends nicht im Stich gelassen. Vielmehr haben wir die Investments in diesem Segment erhöht und versuchen aggressiver die Anforderungen der Start-Ups anzusprechen", ergänzt Jon Hitchon, Co-Head Global Prime Brokerage der Deutschen Bank.

Musik spielt in London

Doch diese Entwicklung hat leider kaum positive Auswirkungen auf die mitteleuropäischen Arbeitsmärkte: "Das Geschäft mit den Hedgefonds ist in Europa in London angesiedelt. Die Musik spielt dasganz klar in der City", sagt Sina Schahram-Nia vom Executive Search-Unternehmen Montalbetti Associates.

Trotz der Diskussionen in der Londoner City über den Exodus der Hedgefonds in die Schweiz merkt der Zürcher Headhunter Klaus Robert Biermann wenig Personalbedarf in der eidgenössischen Prime Brokerage: "Das wird alles von London aus gesteuert. So merken wird da nicht viel auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Doch was nicht ist, das kann ja noch werden."

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