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Auf ein Neues – Tops und Flops, so wird 2008

Was bringt das neue Jahr, welches sind die angesagten Trends in der Finanzbranche?

Das neue Jahr bringt klare Trends – und die sind überwiegend positiv. Nur sporadisch wird es Ausnahmen von der umfassenden guten Entwicklung geben.

Tops

Vermögensverwaltung bleibt Paradepferd

Die Schweizer Kernkompetenz ist klar: sie heisst Vermögensverwaltung. “Wir gehen davon aus dass hier auch 2008 eine gute Nachfrage am Personalmarkt bestehen bleibt”, sagt Serge Humbert-Droz, Niederlassungsleiter Zürich von oprandi & partner. Auch Gian-Reto Schmid von Revival Consulting sieht die Banken als einen der Wirtschaftsmotoren im Jahr 2008. Die guten Aussichten für das Private Banking werden durch eine Sektorstudie der Citigroup untermauert. Dort wird auf die anhaltend hohen Vermögenszuflüsse hingewiesen. Vor allem die Emerging Markets steuerten viel Neugeld bei. Entsprechend hoch bleibt die Nachfrage in Sachen qualifizierter Berater.

Sicherheit ist Trumpf

Angesichts der jüngsten Entwicklungen erwarten Fachleute eine 2008 wesentlich höhere Nachfrage nach Risk-, Audit- und Compliance-Fachkräften. Die zog schon Ende 2007 an. “Wir erwarten aber noch einiges mehr an Aktivitäten”, sagt Humbert-Droz. Unter anderem auch, weil ein europäisches Pendant zum Sarbanes-Oxley-Act in der Pipeline ist. Sollte dies von den Unternehmen übernommen und realisiert werden, hätten viele Bedarf an zusätzlichen Spezialisten. Auch Stefan Visentin, Niederlassungsleiter Zürich von Michael Page, erwartet mehr Personalnachfrage in den Bereichen Risk und Compliance.

M&A-Szene bleibt auch 2008 lebhaft

Gegen Ende 2007 konnte man eine Verlangsamung auf dem M&A-Markt beobachten, so Claudio Steffenoni von KPMG beim Jahresanlass der Swiss Private Equity &Corporate Finance Association SECA. Sowohl die Grösse der Deals als auch die gezahlten Preise seien massiv gesunken. Doch für 2008 gibt die UBS einen optimistischen Ausblick. Gemäss einer Studie darf mit lebhaften Übernahmeaktivitäten gerechnet werden. Besonders grosses Potenzial macht die Bank im Finanz- und Grundstoffsektor aus.

Neue Chancen im deregulierten Energiemarkt

Gutes Wachstum erwartet Gian-Reto Schmid in der Energiebranche. Dank der in Fahrt kommenden Deregulierung des Schweizer Energiemarktes dürfte es zu steigender Personalnachfrage kommen. Vor allem Projektleiter und Fachkräfte sind demnach gefragt, die sich mit Wasserkraft, Solar- und Windenergie auskennen. Da in der Schweiz viel von diesem Know-how nicht vorhanden ist, wird laut Schmid im ganzen europäischen Markt gesucht.

Fachspezialisten gesucht, Hedgefunds kommen

Grundsätzlich sind Fachspezialisten im Jahr 2008 sehr gesucht. Der Trend zu strukturierten Produkten in der Vermögensverwaltung wird weiterhin anhalten, sagt Klaus Biermann, Zürich-Chef von Smith & Jessen Headhunters. Ausserdem kommen Indexzertifikate nochmals stärker in Mode. Ferner berichtet er, dass sich vermehrt Dach-Hedgefonds in der Schweiz etablieren. Hier könnte sich noch einiges bewegen, weil zahlreiche Teams aufgebaut werden. “Das ist ein sehr positiver Trend”, stellt er fest.

Flops

Banken arbeiten an Risk Management Strukturen

Stefan Visentin rechnet bis Mitte des Jahres mit einer Konsolidierungsbewegung in der Finanzbranche. Vor allem müsse die Organisation des Risk Managements überdacht werden – etwa wie sinnvoll es sei, Entscheidungen mit grosser Tragweite für das Unternehmen in London oder den USA treffen zu lassen und nicht in der Schweiz.

Versicherer werden konsolidieren

Bei Versicherungsunternehmen erwartet Serge Humbert-Droz im kommenden Jahr gewisse Konsolidierungsprogramme zur Effizienzsteigerung. Personalbedarf dürfte es hier am ehesten im Compliance-Bereich geben.

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