Schweiz oder London - Wo sind Hedgefonds besser aufgehoben?

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Der plötzliche Abgang des Hedgefondsmanagers Greg Coffey vor zwei Monaten hatte in der Londoner City viel Staub aufgewirbelt. Schliesslich zählte der Banker zu den Stars bei GLG Partners - mit einem verwalteten Vermögen von 24 Mrd. Dollar einer der grössten alternativen Investmentmanager weltweit. Der GLG-Aktienkurs gab denn auch kräftig nach, Anleger zogen rund zwei Mrd Dollar ab.

Branchenkenner befürchteten schon, Coffey, der im vergangenen Jahr knapp die Hälfte von GLGs Performance-Gebühren von insgesamt 679 Mio Dollar erwirtschaftet haben soll, könne Philippe Jabre folgen - und in die Schweiz auswandern.

Dort hatte sich Jabre vor zwei Jahren niedergelassen, nachdem ihn die britische Börsenpolizei FSA wegen Insiderhandels zu der Rekordstrafe von 750.000 Pfund verdonnert hatte. Offenbar hat sich der Wechsel für den gebürtigen Libanesen schnell ausgezahlt: Zahlreiche Kunden folgten ihm, und in wenigen Monaten hob der vierfache Familienvater einen eigenen Hedgefonds mit einem verwalteten Vermögen von vier Mrd Dollar aus der Taufe.

Frauenliebling Coffey (36) soll ebenfalls lange überlegt haben, ob er sich in die beschaulichen Alpen zurückziehen soll. Nun ist aber bekannt geworden, dass der gebürtige Australier doch in der britischen Hauptstadt bleiben will.

Was meinen Sie? War der Abgang von Jabre ein einmaliger Ausrutscher, oder werden sich über kurz oder lang mehr Hedgefonds für die ruhige Schweiz statt die hektische britische Hauptstadt entscheiden?

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