ZKB-Mitarbeiter müssen Gürtel ein Knopfloch enger schnallen

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Auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) bekam die schwierigen Marktverhältnisse in 2010 zu spüren. Laut den am heutigen Freitag (11. Februar) vorgelegten Geschäftszahlen verminderte sich das Vorsteuerergebnis um 15,4 Prozent auf 847 Mio. Franken.

Den Gewinnrückgang versuchte die ZKB auch durch eine Verringerung des Personalaufwands abzufangen. So sanken die Personalkosten im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 836 Mio. Franken.

Da die Mitarbeiterzahl indes um 3 Prozent auf 4972 Beschäftigte wuchs, fallen die Einbussen in den Mitarbeiterportemonnaies höher aus. Um 4,6 Prozent auf gut 168.000 Franken fiel der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf.

Dennoch ist das Institut mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden: "Die ZKB hat ihr Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft im vergangenen Jahr personell weiter verstärkt und ausgebaut. Das nachhaltige Wachstum, das die Bank in diesem strategisch wichtigen Geschäftsfeld in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreicht hat, zeigt die Richtigkeit dieser Bestrebungen."

So legten die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 4,7 Prozent auf 532 Mio. Franken zu. Dagegen brach das Handelsgeschäft um 27,8 Prozent auf 367 Mio. Franken ein. Im wichtigen Zinsgeschäft sanken die Erträge indes um moderate 2,6 Prozent auf 1,099 Mrd. Franken, was die ZKB u.a. auf das wettbewerbsintensive Umfeld zurückführt. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 12 Mrd. Franken.

Interessanterweise kann die ZKB keine Immobilienblase in der Schweiz erkennen: "Die Preissteigerungen für Wohneigentum sind in erster Linie auf eine steigende Nachfrage nach Wohnraum zurückzuführen und mit robusten Fundamentaldaten breit abgestützt."

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