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Das Boot ist voll: Genf will keine weiteren Hedgefonds mehr

Seit der Finanzkrise werden in London die Steuerschrauben für Hochverdiener aus der Finanzbranche angezogen. So beläuft sich der Spitzensteuersatz für Einkünfte über 150.000 Pfund (231.000 Franken) auf stolze 50 Prozent. Als Folge davon träumten viele Hedgefondsmanager von einer Flucht in die steuergünstigere Schweiz – vor allem nach Genf. Doch gekommen sind nur wenige wie Brevan Howard oder Blue Crest Capital.

Den Fluchtplänen in die Westschweiz hat ausgerechnet der Genfer Finanzdirektor David Hiler jetzt bei der Britisch-Schweizerischen Handelskammer einen Dämpfer erteilt: “Wir werden den Leuten nicht sagen, dass sie nicht kommen sollen, aber es gibt keinen Platz mehr”, sagte der Politiker der Genfer Grünen.

Laut Hiler habe der Zustrom von Finanzmanagern zu langen Schlangen bei Wohnraum, Büroflächen und Schulplätzen geführt. Das Boot sei gewissermassen voll. “Genf hat keine Ambitionen zu einem Weltzentrum in diesem Geschäftsgebiet zu werden. Ein kleines Stück vom Kuchen ist genug”, ergänzte Hiler.

Dabei hatte schon eine Studie des Hedgefondsdienstleisters Etops vor einigen Wochen ergeben, dass die Standorte rund um Zürich bei nahezu allen Kriterien besser abschneiden als Genf.

Dort liege der Höchststeuersatz für Unternehmen zwischen 14,7 Prozent (Schwyz) und 21,2 Prozent (Zürich) sowie für natürliche Personen zwischen 19 Prozent (Schwyz) und 40 Prozent (Zürich). Dagegen belaufen sich die entsprechenden Sätze in Genf auf 24,2 und 47 Prozent.

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