Personalplanung der Banken auf dem Prüfstand

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Die Subprime-Krise stellt die Personalpläne der Banken in Frage. Dies führt zu Neuausrichtungen, nicht zu grossen Entlassungswellen.

Die weltweite Bankenkrise hält weiter an. Die auf Rekrutierungen von Fach- und Führungskräften im Finanz- und Kanzleimarkt spezialisierte internationale Personalberatung Smith & Jessen Headhunters sieht in dieser Situation aber auch neue Herausforderungen für den Rekrutierungsmarkt und für die Finanzinstitute.

"Eine leichte Unsicherheit bei der Personalplanung für einzelne Bereiche innerhalb der Finanzinstitute ist durchaus zu spüren", sagt Özcan Acikel, Geschäftsführer des Frankfurter Büros von Smith & Jessen Headhunters, und nennt als Begründung die ungewisse Dauer und den tatsächlichen Ausgang der aktuellen Subprime-Krise. Starke Ergebniseinbrüche bei den Finanzinstituten stellen zudem Rekrutierungsstrategien vorläufig in Frage.

Kündigungen werde es aber nur in den direkt von der Krise betroffenen Bereichen geben wie zum Beispiel im Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten oder im Bereich Leveraged Finance: "Für Deutschland ist aber keine ausgewachsene Entlassungswelle zu erwarten wie sie etwa in den USA zu beobachten war", stellt Acikel klar. "Das liegt mitunter daran, dass in Europa mit so genannten zweitklassigen US-Hypothekenkrediten zwar gehandelt wird, sie aber ihren Ursprung in den USA haben. In Deutschland bekommen wir daher die Ausläufer der Krise mit und müssen somit auch mittelstarke Stromschläge verkraften."

Allerdings bietet die derzeitige Bankenkrise auch neue Herausforderungen für die Finanzinstitute. Teilbereiche, wie das Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten, werden in der nächsten Zeit an Wichtigkeit einbüssen: "Der Cash Flow der Banken wird aber weiterhin gewährleistet sein müssen. Daher werden andere Finanzierungsmöglichkeiten, die mit weniger Risiko behaftet sind, wieder aktuell werden", und nennt Mezzanine-Finanzierungen als mögliche Alternative.

Eine besonders hohe Nachfrage erwartet Acikel aber für folgende Bereiche: "Für 2008 erwarten wir, dass insbesondere die Nachfrage nach Alternative Investment Spezialisten bzw. Spezialisten für Fondsderivate sowie der Vertrieb von Asset Management Produkten stark ansteigen wird", prognostiziert der Geschäftsführer des Frankfurter Büros der internationalen Personalberatung Smith & Jessen Headhunters.

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