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UBS versucht Personalschwund mit Gehaltserhöhungen zu stoppen

Die UBS hat eingeräumt, dass viele Mitarbeiter wegen höherer Gehälter zur Konkurrenz wechseln. “Wir stellen fest, dass wir in wichtigen Bereichen systematisch Leute verlieren, die wir brauchen”. sagte Verwaltungsratspräsident Kapar Villiger der Berner Zeitung. Er stütze das Management, wenn es nun Gegenmassnahmen treffe, um die besten Mitarbeiter zu halten.

Praktisch jeden Tag geben derzeit Konkurrenten von UBS irgendwo auf der Welt bekannt, dass ein UBS-Banker oder gleich ganze Teams zu ihnen wechseln werden. Als vorläufig letztes Institut hat Sal. Oppenheim den Investmentbanker Victor von Mengersen abgeworben, der für die Privatbank künftig als Chef-Schuldenberater das Restrukturierungs-Team leiten wird. Davor hatte die Deutsche Bank dem Schweizer Rivalen einige Spitzenbanker abgeworben.

Nun hat die UBS begonnen gegenzusteuern – und greift für Topleute tiefer als bisher in die Tasche. “Es hat bei UBS Investment Bank Gehaltserhöhungen außer der Reihe gegeben, um gute Mitarbeiter bei der Bank zu halten”, sagte UBS-Sprecher Andreas Kern.

Die Schweizer Zeitung “Sonntag” hatte zuvor berichtet, Hunderte von Managern beim UBS-Investmentgeschäft mit einem Durchschnittsgehalt von umgerechnet 178.000 Euro sollten eine 50-prozentige Gehaltserhöhung bekommen – als Entschädigung für die sonst üblichen und in der Krise verlorenen Boni-Zahlungen.

Ob die höheren Löhne angesichts der Milliarden-Spritze durch die Schweizer Steuerzahler gerechtfertigt sind, ist freilich eine andere Frage.

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