Händler sind weiterhin gefragte Leute

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Trotz jüngster Turbulenzen in der Finanzbranche und Aktienmärkten haben Händler keine schlechten Aussichten.

Insgesamt verläuft die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern im Handel immer noch positiv. Auch die Salärtendenz ist positiv, wenn auch deutlich abgeflacht, meint Stephan Surber von der Zürcher Personalberatung Michael Page. Allerdings ist die Nachfrage nach Derivate-Händlern, die noch im ersten Halbjahr 2007 stark war, das Opfer der jüngsten Kreditkrise geworden.

Deutlich geändert hat sich ferner das Händler-Stellenprofil. Der klassische Trader ist eher ein Auslaufmodell. Händler mit kaufmännischem Hintergrund sind nicht mehr gefragt und haben Schwierigkeiten auf dem Stellenmarkt. Gesucht werden dagegen Trader von der Hochschule mit mathematischem oder physikalischem Hintergrund.

Auch für Junior Positionen gilt ein Hochschulabschluss als Muss. Gesucht sind vor allem Strukturierer sowie Händler mit Erfahrung im Risk-Management. Spezialisten mit Erfahrung müssen im Ausland rekrutiert werden, vor allem in Deutschland und Grossbritannien. Das Angebot aus Russland ist zwar on der Ausbildungsseite her viel versprechend, aber die Chancen auf eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz minim.

Händlerberuf ist sehr lukrativ

Handel und Händlerberuf gehören zu den einträglichsten Sparten im Bankgeschäft. Das Basisgehalt eines Sachbearbeiters lag im Minimum gemäss einer Studie von Michael Page 2006/07 bei 70.000 Franken jährlich und damit deutlich über dem vom Bankpersonalverband ausgehandelten Minimallohn von 48.000 Franken.

Im Maximum können die Basisvergütungen auf über 300.000 Franken steigen, dies aber erst auf Stufe Direktion. Ausnahme: Händler mit hoher quantitativer Expertise (Quants) beziehen nicht selten Spitzengehälter. Dazu kommen Boni, die bis auf ein zweifaches Basisgehalt klettern können.

In der Schweizer Finanzszene wurde die Händlertätigkeit zwischen 2001 und 2004 deutlich zurückgefahren. Erst 2006 stockte man die Teams wieder auf. Da sich in den letzten Jahren verschiedene internationale Handelsfirmen in der Schweiz niederliessen, stieg die regionale Vermittlung von Händlerjobs dennoch klar.

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