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Wo bleibt der Regen? UBS-Investmentbanker kassieren trotz schwacher Performance prächtig

“Der Trend im Markt ist klar: Höhere Saläre. Es gibt einiges zu tun, um die Kosten zu senken. Beim Personalbestand im Investmentbanking sind aber keine großen Veränderungen geplant”, versicherte UBS-Chef Oswald Grübel am heutigen Dienstag (8. Februar) bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das vierte Quartal.

Dabei scheinen sich die Investmentbanker zunehmend als nutzlos zu erweisen, zumindest wenn es ums “Regen machen” geht. Sie generieren hohe Erträge, verursachen hohe Kosten und am Ende bleibt nichts übrig. So erwirtschaftete die Sparte von Oktober bis Dezember lediglich einen Minigewinn von 75 Mio. Franken, nach einem Verlust von rund 400 Mio. Franken im Vorquartal. Das positive Jahresergebnis von 2,2 Mrd. Franken geht also ausschließlich auf die ersten beiden Quartale zurück.

Selbst die Asset Manager schaffen mehr Regen als die Investmentbanker

Die Gesamtbank konnte indes im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von insgesamt 1,161 Mrd. Franken einstreichen, wovon der Löwenanteil auf das Wealth Management & Swiss Banking mit 875 Mio. Franken entfiel. In diesem Bereich hat der Branchenriese sein Geschäft mit Schweizer Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management außerhalb des amerikanischen Doppelkontinents gebündelt.

Das Asset Management generierte indes einen Gewinn von 135 Mio. Franken. Als Sorgenkind erwies sich abermals das Geschäft mit vermögenden Privatkunden auf den amerikanischen Kontinenten, wo die UBS einen Verlust von 33 Mio. Franken verkraften musste.

Bonis sinken, doch Gesamtvergütung steigt

Im Gesamtjahr konnte die UBS erstmals seit drei Jahren wieder mit einem Gewinn von 7,4 Mrd. Franken glänzen, im Vorjahr musste das Institut noch einen Verlust von 2,6 Mrd. Franken melden.

Trotz der Rückkehr in die Gewinnzone streicht die UBS die Boni um 10 Prozent auf 4,3 Mrd. Franken zusammen. Dennoch herrscht keine Ebbe in den Portemonnaies der Mitarbeiter, da die Personalkosten um 2,7 Prozent auf 16,994 Mrd. Franken zulegten. Damit wandte das Institut für jeden Mitarbeiter durchschnittlich etwa 263.000 Franken auf, nach knapp 254.000 Franken im Vorjahr (+3,7 Prozent).



Quelle: UBS

So kassierten die Investmentbanker in 2010 pro Kopf durchschnittlich gut 400.000 Franken, was immerhin knapp 13 Prozent mehr als im Vorjahr sind. An zweiter Stelle der Nahrungskette kamen die Asset Manager mit einem durchschnittlichen Personalaufwand pro Kopf von knapp 319.000 Franken, was ein Plus gegenüber 2009 von gut 11 Prozent bedeutet.

Dagegen mussten die Wealth Manager außerhalb der amerikanischen Kontinente die Gürtel enger schnallen, und zwar um etwa 7 Prozent, so dass für jeden Mitarbeiter etwa 202.000 Franken aufgewendet wurden. Die Kollegen von jenseits des Atlantiks durften sich hingegen um einen Zuwachs von 3,5 Prozent auf knapp 259.000 Franken freuen.

Ganz unten in der Nahrungskette stehen indes die Mitarbeiter aus der Privat- und Geschäftskunden-Sparte. Dort wandte die UBS pro Kopf durchschnittlich nur gut 134.000 Franken auf, was einem Minus von gut 11 Prozent entspricht.

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