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Julius Bär spaltet sich auf und sucht vereinzelt Kundenberater

Die Bank Julius Bär spaltet ihr Geschäft in zwei unabhängige börsenkotierte Gesellschaften auf. Das Privatkundengeschäft firmiert weiter unter dem Namen Julius Bär, aus der Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden wird die GAM Holding.

Die schrittweise Auftrennung der grössten Vermögensverwaltungsbank der Schweiz findet nun nach Jahren ihren Abschluss. Die neue Julius Bär Gruppe wird eine “reine Privatbank”, teilte das Institut am Mittwoch mit. Die GAM Holding wird die bisherigen Bär-Investmentgesellschaften GAM, Artio Global und Julius Bär Asset Management Europe umfassen.

Einen Stellenabbau habe die Massnahme nicht zur Folge, schreibt die Bank weiter. Die bisherigen Führungskräfte bleiben: Raymond Bär wird Verwaltungsratspräsident der Julius Bär Gruppe, Boris Collardi wird Chef der Privatbank. Hans de Gier bekleidet das Präsidium der GAM Holding, während David Solo Geschäftsführer bleibt.

Um dem Ansinnen eines “pure players” gerecht zu werden, wolle die Bank wieder neue Kundenberater anstellen, berichtet finews.ch unter Berufung auf Raymond Bär.

Zu Jahresbeginn hatte die sich Führungscrew noch zurückhaltender gegeben und von einem Einstellungsstop gesprochen. Nun jedoch sehe er Licht am Ende des Tunnels, so Bär. Ausserdem hätten die verschiedenen Sparrunden bereits Wirkung gezeigt, und die Bank sei soweit positioniert, um selektiv neue Kundenberater anzustellen.

Auf Grund der Konsolidierung im Private-Banking-Sektor gebe es eine Vielzahl von guten Bankangestellten auf dem Arbeitsmarkt, berichtet finews.ch weiter. Dies eröffne einige Möglichkeiten. Auf Grund der Veränderungen bei zahlreichen Instituten seien viele Mitarbeiter nicht gewillt, sich den Unwägbarkeiten länger auszusetzen, und suchten daher selber neue Herausforderungen.

Die künftige GAM Holding wird in ihren Fonds und Investment- Vehikeln mit rund 1200 Mitarbeitern 116 Mrd. Franken Vermögen verwalten, auch dies auf Basis der Zahlen von Ende 2008 errechnet.

“Mit der Auftrennung tragen wir den veränderten Marktbedingungen Rechnung”, sagte Verwaltungsratspräsident Raymond Bär. Aktionäre könnten sich neu an unterschiedlich ausgerichteten Vermögensverwaltern beteiligen. Dies verlange nun der Markt, anders als vor einigen Jahren. Durch die Trennung würden auch Interessenkonflikte vermieden.

Julius Bär hatte die Investmentgesellschaft GAM mit drei weiteren Privatbanken 2005 von der UBS gekauft, sich aber für das Privatbankgeschäft und die institutionellen Kunden schon nach 2007 weitgehend selbständige Organisationsstrukturen gegeben.

Gegenwärtig sind mehr als 20 Stellen auf der Webseite der Bank ausgeschrieben. U.a. sucht Julius Bär Kundenberater, Analysten, Fondsmanager, Buchhalter und Juristen.

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