Woran Sie erkennen, dass Sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben

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Woran Sie erkennen, dass Sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben

„Employability“ lautet das neue Buzz-Word. Denn: Im Zeitalter der unendlichen Restrukturierungen von Banken stellt der Verlust des Arbeitsplatzes längst kein Problem mehr dar. Entscheidend bleibt vielmehr, dass Betroffene auch weiterhin „anstellbar“ bleiben. Problematisch ist, wenn man als „unemployable“ gebrandmarkt wird. Dies kommt der Beerdigung aller Karriereträume gleich. Wann haben Sie Ihre Employability verloren? Wir haben neun Anzeichen gesammelt.

Sie haben keine Chance auf dem Arbeitsmarkt, wenn...

... Sie seit Jahren nichts dazugelernt haben

Auch wenn Sie eine nette, gut bezahlte Stelle haben, können Sie sich bereits – ohne es zu wissen – auf dem Weg in die Arbeitslosigkeit befinden. „Grundsätzlich ist es immer wichtig aktiv und offen für Neues zu sein, ganz gleich, ob ich im Job noch fest verankert bin oder bereits auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“, so Claudia Blumenthal, Partnerin beim Personalvermittler HunterHer in Frankfurt/Main und ehemals CEO einer Credit Suisse-Tochter. Die Gesellschaft und damit auch die Arbeitswelt haben in den letzten Jahren ungeheuer an Dynamik gewonnen. Nur wer thematisch und fachlich am Puls der Zeit bleibt kann seine Employability gut erhalten.

… Sie in jungen Jahren schon ausgebrannt sind

Laut Jutta Rumpf, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, ist Employability ein Mix aus Kompetenz, Motivation und Gesundheit. Gerade letztere dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. Ein Auto gäbe man regelmässig in die Inspektion – die gleiche Sorgfalt müsse auch für den eigenen Körper gelten. „Dazu gehört auch, in Balance zu bleiben, sich nicht zu überfordern und nicht schon in jungen Jahren auszubrennen“, so Rumpf.

... Sie kein Networking betreiben

Wer seine Employability langfristig halten will, braucht ein Netzwerk. Und das muss gepflegt werden: „Auch ausserhalb der eigenen beruflichen Position bzw. des eigenen Unternehmens dreht sich die Welt weiter“, so Karriere-Coach Claudia Blumenthal. Sie rät zu einem Dreiklang aus „Informieren, Trainieren und Netzwerken“.

... Sie keine überfachlichen Kompetenzen mitbringen

Forscherin Jutta Rump rät dazu, überfachliche Kompetenzen zu pflegen. „Lernbereitschaft und -fähigkeit, Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit, die Fähigkeit, mit Schnelligkeit und Komplexität umgehen zu können und mit einer Fülle von Daten.“ Überfachliche Kompetenzen können aber auch beinhalten, dass man zum Unternehmer in eigener Sache wird: „Der Arbeitnehmer mit seiner Beschäftigungsfähigkeit ist ein Vermögenswert. Damit das auch langfristig funktioniert, muss er daran arbeiten und sich selbst managen.“

... Sie die Chance nicht nutzen, das Beste aus Ihrem jetzigen Job zu machen

Um am Ball zu bleiben, muss man nicht zwangsläufig den Job wechseln. Man könne auch, so Employability-Expertin Jutta Rumpf, das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und ausloten, was es für Möglichkeiten gibt, sich auf einer bestimmten Stelle weiterzuentwickeln, zum Beispiel mit Job-Enrichment, Job-Enlargement oder Job-Rotation.

... Sie von Headhuntern Karrieretipps erwarten

Wer mit Headhuntern zu tun hat, sollte nicht darauf hoffen, dort Tipps und Tricks für die eigene Karriereplanung zu erhalten „Headhunter sind keine Karriereberater oder -Coaches, sondern der verlängerte Arm ihrer auftraggebenden Unternehmen. Ein Headhunter kann folglich fast nie wohlwollend oder zumindest neutral in Karrierefragen beraten“, so Christian Böhnke, Managing Partner beim Headhunter HuntingHer.

... Sie sich mit dem immer gleichen Lebenslauf bewerben

Wer tatsächlich eingestellt werden möchte, muss seinen Bewerbungsunterlagen samt Lebenslauf auf jede ausgeschriebene Stelle neu zuschneiden. „Die persönliche Positionierung sowie die Eigenvermarktung – in den Unterlagen wie auch beim Netzwerken – sind mittlerweile entscheidender als die reinen Fakten im CV“, sagt Claudia Blumenthal von HuntingHer.

... Sie nicht bereit sind für virtuelle Vorstellungsgespräche

In Zeiten von Corona finden Vorstellungsgespräche fast ausschliesslich per Videokonferenz statt. Doch egal ob persönlich oder virtuell: Bewerbungsgespräche müssen gut vorbereitet werden. „Entscheidend sind oft eine authentische Positionierung in Bezug auf die neue Position und das neue Unternehmen“, so Claudia Blumenthal. „Virtuelle Interviews sind keine Seltenheit mehr und sollten gut geübt werden, da die Kamera wie eine ‚Lupe‘ für kleine Patzer wirken kann.“

... Sie nicht sichtbar genug sind

Wann haben Sie den letzten Anruf von einem Headhunter erhalten? Wann hat das letzte Mal jemand Ihr Linkedin-Profil besucht? Wann haben Sie das letzte Mal auf einer Konferenz gesprochen oder an einem Networking-Event teilgenommen? Falls Sie alle diese Fragen verneinen müssen, dann sind Sie vermutlich zu wenig sichtbar und sollten möglicherweise mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Ihre digitale Präsenz investieren.

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Photo by Ian on Unsplash

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