Studie zur Zukunft des Schweizer Bankenmarktes: "Jetzt ist die Zeit zum Handeln"

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Bis zum Jahr 2015 wird sich der Schweizer Bankenmarkt einer Studie der Unternehmensberatung Accenture zufolge tiefgreifend wandeln. Für die Studie wurde eine Befragung unter den Banken durchgeführt und die Ergebnisse von 35 Branchenexperten analysiert. Im Mittelpunkt standen dabei das Retail-Geschäft und das Private Banking.

"Der Wettbewerb wird sich bis 2015 sowohl im Retail als auch im Private Banking weiter verschärfen. Neue Marktteilnehmer und die Neuausrichtung der Grossbanken führen zu einem Verdrängungswettbewerb", heisst es in der Studie.

Da somit der Profitabilitätsdruck steigen wird, seien Effizienzsteigerung sowie Fusionen und Übernahmen unausweichlich. Die M&A-Aktivitäten würden vor allem die Regional- und Privatbanken betreffen.

Eidgenössische Institute auf der Gewinnerseite

Auch die Marktanteile der unterschiedlichen Banken werden sich bis 2015 empfindlich verschieben. Beim Retail Banking stehen vor allem die Online-, Raiffeisen- und Regionalbanken wie auch die Handelsketten auf der Gewinnerseite. Dagegen müssen Gross- und Privatbanken sowie ausländische Institute mit einem sinkenden Marktanteil rechnen.

Im Private Banking sieht die Liste der Gewinner und Verlierer etwas anders aus: Hier haben in 2015 die Privat-, Kantonal- und Grossbanken die Nase vorn. Zu den Verlieren zählen neben Retailspezialisten - wie Postfinance oder Handelsketten - Regionalbanken und ausländische Institute.

Positive Zukunft des Finanzplatzes

Da in beiden Geschäftsfeldern die ausländischen Institute den letzten Platz einnehmen, können eidgenössische Finanzdienstleister ihre Position auf dem Heimatmarkt erfolgreich ausbauen.

Für die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes kommt die Studie durchaus zu einem positiven Ergebnis: "Die Umfrageteilnehmer gehen gleichermassen davon aus, dass die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz für Schweizer Privatkunden, Talente sowie Unternehmen und Investoren aus dem In- und Ausland steigen wird. Hingegen nimmt die Attraktivität für ausländische Banken und Privatkunden eher ab."

Auswirkungen auf die Beschäftigten

Die künftigen Vergütungsmodelle werden stärker auf Nachhaltigkeit und Risikoverminderung ausgerichtet sein. "Um weiterhin für Talente attraktiv zu sein, ist eine Verringerung der Gesamtvergütung sehr vorsichtig mit den erwünschten Zielen abzuwägen. Auch die Einführung von Bonus-Malus-Systemen gilt es gründlich zu diskutieren", heisst es in der Studie.

Vor allem IT-Mitarbeiter dürften künftig verstärkt von Outsourcing betroffen sein. Zur Verringerung der Kosten stehen die Auslagerung des IT-Applikationsmanagements sowie der IT-Infrastruktur laut der Studie an erster Stelle.

Die gesamte Studie können Sie hier abrufen.

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